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Photovoltaic Austria Bundesverband
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pts20201207038 Umwelt/Energie, Produkte/Innovationen

Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung war großer Erfolg

Photovoltaik-Verbände veranstalteten das Branchenevent als Premiere in digitaler Version


Wien (pts038/07.12.2020/13:45) - Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) und die Technologieplattform Photovoltaik Österreich (TPPV) schlossen sich wieder zum gemeinsamen Großevent - Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung, am 2. und 3. Dezember 2020 - zusammen. Die Umstellung der zweitägigen Veranstaltung auf ein Online-Event war ein voller Erfolg.

"Die Branche war auch in der digitalen Form mit unglaublich großem Interesse dabei. Die Photovoltaik ist und bleibt ein sehr aktuelles Thema!", zeigt sich Vera Immitzer, Geschäftsführerin des PVA, erfreut. "Die österreichische Industrie sowie die Forschungseinrichtungen zeigten einmal mehr, welche Potenziale in ihnen stecken" resümierte Hubert Fechner, Obmann der TPPV.

Die 750 TeilnehmerInnen - verteilt auf zwei Tage - stammten aus allen PV-Sparten aus ganz Österreich: HandwerkerInnen, PlanerInnen, IndustrievertreterInnen, EntscheidungsträgerInnen und ForscherInnen. Die Aufbruchsstimmung - nicht zuletzt durch das bevorstehende Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) hervorgerufen - war über die Bildschirme hinweg deutlich zu spüren. Dies zeigte sich auch in den angeregten Diskussionen zu den Fachbeiträgen.

Der erste Fachtag widmete sich dem Thema der PV-Innovationen und Anwendungsmöglichkeiten. Am zweiten Fachtag wurden die Themen rund um die Stromspeicherung diskutiert. Die Mischung aus Fachvorträgen aus dem universitären Umfeld, den Vorträgen aus der Industrie und die spannenden Praxisberichte sorgten für ein besonderes online Erlebnis mit anhaltender Begeisterung. Über 40 Vortragende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ermöglichten einen intensiven und internationalen Fachaustausch.

Im Zuge der Tagung wählte eine Fachjury, sowie das Publikum, je einen Gewinner aus den eingesendeten Forschungsprojekten aus, welche ein SONNENKRAFTWERK-Modul für den Balkon - gesponsert von KIOTO - erhielten. Im virtuellen Marktplatz der Innovationen konnten Unternehmen ihre Produktneuheiten präsentieren.

Große Ziele für Österreich

Die Stadt Wien, vertreten durch Stadtrat für Energie und Umwelt, Jürgen Czernohorszky, betonte die Vorhaben der Stadt Wien, bis 2025 250 MWp Sonnenstrom auf den Dächern Wiens umzusetzen. Eine wichtige Maßnahme dafür ist die kürzlich beschlossene PV-Verpflichtung im Neubau, womit Wien österreichweit Vorreiter ist.

Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds betont die Wichtigkeit, die PV-Wertschöpfung wieder ins Land zu holen. Österreich hat einige Produzenten, die bereits zu den Weltmarktführern gehören. Positiv am Weg zur Klimaneutralität sieht sie auch die steigenden Klimabudgets, die für Aufbruchstimmung sorgen.

Bundesministerin Leonore Gewessler resümierte, dass es "für die Elektrifizierung des Energiesektors intelligente Stromnetze, innovative Speichertechnologien und auch innovative Unternehmen brauche. Dies wird begleitet und gefördert durch die gezielten Innovationen in erneuerbare Energietechnologien. Die Klima- und Energiewende verschafft Österreich ein Upgrade."

Ihr für Energie zuständiger Kabinettsmitarbeiter Florian Maringer lieferte erste Details zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, auf das die Branche sehnsüchtig wartet und das 2021 in Kraft treten soll. Durch das neue Gesetz soll in Österreich ein PV-Zubau von 11 TWh bis 2030 ermöglicht werden - mittels praxisorientierter Rahmenbedingungen und gut ausgestalteter Fördermechanismen.

Die Branche ist krisensicher

Durch die aktuelle Corona-Krise zeigte sich einmal mehr die Wichtigkeit von Unabhängigkeit und Kontinuität. Vorträge der internationalen Experten untermauerten die Konkurrenzfähigkeit der PV-Produktion in Europa. Auch ein Blick in die österreichische PV-Industrie zeigt das Potenzial eines starken Wirtschaftsstandortes, der sich auch international beweisen kann - vorausgesetzt, die Politik forciert dies. Einhellig wurde auf die Kontinuität im Förderwesen, die notwendigen Fachkräfte sowie die Sicherstellung der Qualität umgesetzter Projekte hingewiesen, um das Erreichen der Zubauziele bis 2030 zu garantieren.

Neue Trends und Anwendungen in der Photovoltaik

Dass Photovoltaik längst nicht mehr nur am Dach zu finden ist, veranschaulichten die vorgestellten Beispiele von PV-Anwendungen in der Landwirtschaft, am Wasser und auf der Straße. Der Vielseitigkeit der Anwendungsmöglichkeiten sind dabei beinahe keine Grenzen gesetzt. Besondere Innovationen gibt es auch im Bereich des Moduldesigns und der Zellarchitektur zu verzeichnen. Hier wurde den ZuseherInnen spannende Einblicke in die Welt von morgen geboten. Der Aspekt der Nachhaltigkeit, sowohl im Bereich des PV-Moduls als auch der Stromspeicher, wurde ebenso umfangreich beleuchtet und es wurden Einblicke in neue Recyclingtechnologien ermöglicht.

Photovoltaik in der Stadt

Ein besonderes Augenmerk verlangt die erneuerbare Energiezukunft in der Stadt: Hohe Einwohnerzahlen und Energieverbräuche bei wenig Platz für Energieproduktion. Zahlreiche ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, aus unterschiedlichen Berufsfeldern, darunter der Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, diskutierten über Potenziale, Gestaltungsmöglichkeiten, Kombinationen mit Begrünung und die Schaffung von verbindlichen Vorgaben zur Photovoltaik in der Stadt.

Speicher als strategisches Element

Im Bereich der Stromspeicher wurde in die Zukunft der Speichermaterialen geschaut, wo aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen und welche Chancen die europäische Zellproduktion bietet. Dass Stromspeicher im Energiesystem der Zukunft wichtige Funktionen übernehmen und so zur Sicherstellung der unterbrechungslosen Stromversorgung dienen, zeigten die vorgestellten Praxisprojekte.

Sehr anschaulich wurde bewiesen, dass Stromspeicher auf vielfältigste Weise eingesetzt werden können und damit in der erneuerbaren Stromversorgung enorme Potenziale schaffen. Die Speicherstrategie des Klimafonds widmet sich all diesen Themen und wurde ebenfalls vorgestellt.

Die Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung des PVA und der TPPV wurde von der Stadt Wien mitveranstaltet sowie vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie und dem Klima- und Energiefonds unterstützt. Als Industriepartner unterstützten die Unternehmen Fronius International GmbH, Kioto Photovoltaics GmbH, SKE Engineering GmbH, Varta Storage GmbH und Wien Energie GmbH die Veranstaltung.

Nachschau unter: https://www.pvaustria.at/fachtagung-pv-speicher

(Ende)
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