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Erstes Jahrbuch Crowdfunding stellt deutsche Plattformen auf den Prüfstand


Cover Jahrbuch Crowdfunding 2015 (Foto: Slingshot Return)
Cover Jahrbuch Crowdfunding 2015 (Foto: Slingshot Return)

Wiesbaden (pts029/10.11.2015/14:40)

- Übersicht der wichtigsten Plattformen für Unternehmensfinanzierung
- Eingeschränkte Transparenz behindert Marktentwicklung
- Zügige Marktkonsolidierung zu erwarten
- Nachbesserung beim Anlegerschutz dringend geboten

Das erste Jahrbuch Crowdfunding, das heute veröffentlicht wird, stellt die in Deutschland aktiven Plattformen für Unternehmensfinanzierungen und die Rahmenbedingungen auf den Prüfstand und liefert Expertenbeiträge zu den wichtigsten Themen, die den Markt 2015 beschäftigt haben: Regulierung, Transparenz und die disruptive Kraft von Peer-2-Peer-Geschäftsmodellen im Finanzmarkt.

Während Crowdfunding in Großbritannien bereits ein Riesengeschäft ist, befindet sich der hiesige Markt noch immer in der Frühphase. Die Verabschiedung des Kleinanlegerschutzgesetzes im April 2015 setzte hierzulande erstmals einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für die Branche. Das könnte ein zweiter Startschuss gewesen sein.

Das erste Jahrbuch Crowdfunding für Deutschland hat sich zur Aufgabe gemacht, die am Markt agierenden Anbieter genauer unter die Lupe zu nehmen und für Anleger wie kapitalsuchende Unternehmen mehr Transparenz in den Markt zu bringen. Das Pionierwerk lebt auch von zahlreichen Autorenbeiträgen. Zu Wort kommen Crowdfunding-Experten aus Wissenschaft und Praxis, die z.B. Fragen zur Besteuerung, zum Konsumentenschutz oder zu den Exit-Optionen auf den Grund gehen.

Das Jahrbuch legt dabei die Finger in manche Wunde. So ist der deutsche Markt bislang durch Intransparenz geprägt. Und die Mehrzahl der Plattformen hat offensichtlich wenig Interesse daran das zu ändern. Für eine dynamische Entwicklung des Marktes ist die Orientierung an den berechtigten Informationsanforderungen von Unternehmen und Investoren jedoch unabdingbar.

Während der Recherche ist in den Herausgebern des Jahrbuchs - drei langjährigen Experten für Unternehmensfinanzierung - die Erkenntnis gereift, dass im deutschen Markt eine grundlegende Professionalisierung überfällig ist. Nur so kann eine breite Akzeptanz bei den Nutzern und damit ein Volumen erreicht werden, das den Plattformen auch ein Auskommen ermöglicht.

Die Herausgeber stellen die folgenden Thesen auf:

1) Die deutschen Crowdfunding-Plattformen erfüllen die Anforderungen an Transparenz und Informationsbereitstellung bislang nur ungenügend. Im Sinne einer positiven Marktentwicklung muss die offene Kommunikation auf der Agenda ganz nach oben gesetzt werden.

2) Das bisherige Marktvolumen ist zu gering, um mehr als einer handvoll Plattformen die wirtschaftliche Grundlage für das eigene Überleben zu bieten. Es ist zu erwarten, dass der Markt nach einer Phase der Neugründungen schnell in eine Phase der Konsolidierung eintreten wird. Mindestens 50 bis 75% der Plattformen werden innerhalb der kommenden drei Jahre wieder von der Bildfläche verschwinden.

3) Der gesetzliche Rahmen schützt die Interessen der Kleinanleger nur ungenügend. Diese liegen in erster Linie in der berechtigten Aussicht auf eine angemessene Rendite unter gleichermaßen fairen Bedingungen für alle Marktteilnehmer. Die steuerliche Benachteiligung von privaten gegenüber institutionellen Anlegern und das Lenken in Richtung Partiarische Nachrangdarlehen behindern diese Zielsetzung. So können Gewinne und Verluste für Privatinvestoren nicht verrechnet werden. Nach Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes mit Beginn des Jahres 2016 ist eine schnelle Überarbeitung desselben zur Beseitigung der Asymmetrien angeraten.

"Damit sich aus dem jungen Sektor eine nachhaltige Finanzierungsalternative entwickelt, muss auch in Deutschland pragmatisch und zeitgemäß mit dem disruptiven digitalen Wandel umgegangen werden. Hier ist die Politik weiterhin in der Pflicht, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen. Dennoch oder gerade deshalb sollten auch die Plattformbetreiber eine Transparenzoffensive ins Leben rufen, die eine breite öffentliche Diskussion herausfordert", so die Herausgeber.

Aus dem Inhalt:

* Besteuerung: Welche Fallen lauern auf den Anleger.
* Konsumentenschutz: Auf dem Prüfstand.
* Exit-Optionen und -Kanäle: Wie Anleger Kasse machen.
* Spezialisierte Plattformen: Gründungsboom bei Regenerativen Energien und Immobilien.
* Kundenorientierung: Was Plattformen bei der Transparenz noch leisten müssen.
* Europäischer Vergleich: Deutsche Plattformen im Hintertreffen.
* Best Practices: Von diesen Kampagnen können Gründer lernen.

Das "Jahrbuch Crowdfunding 2015" ist Standardwerk für alle, die auf der Suche nach einer alternativen Unternehmensfinanzierung sind, mit der Crowd investieren wollen oder sich aus wissenschaftlichem oder beruflichem Interesse einen Marktüberblick verschaffen wollen.

Slingshot Return - Jahrbuch Crowdfunding 2015
124 Seiten, 49,00 Eur (inkl. 7% MwSt.)
ISBN 978-3-00-051200-1

Herausgeber und Redaktion:
Oliver Gajda, Frank Schwarz, Karim Serrar

Verlag:
Slingshot Return - Oliver Gajda, Frank Schwarz, Karim Serrar GbR
Röderstraße 34, 65183 Wiesbaden

Weitere Informationen und Bestellungen unter http://www.slingshotreturn.com

Kontakt:

Frank Schwarz
+ 49 611 5802 9290
frank.schwarz@slingshotreturn.com

Über Slingshot Return:
Slingshot Return ist ein erfahrenes Beraterteam, das Marktteilnehmer in die Lage versetzt, ihre Mission mit den revolutionären Möglichkeiten des Crowdfunding zu realisieren. Wir verschaffen unseren Kunden einen Überblick über die wichtigsten Plattformen und Akteure, Konditionen und Erfolgsstrategien. Wir erstellen detaillierte Lösungsansätze für Kapitalsuchende als auch Investoren. Unsere Ambition ist jeden an Crowdfunding Interessierten schnell und umfassend in die Lage zu versetzen, sich ein Urteil auf informierter Basis zu verschaffen und so handlungsfähig zu werden. Wir beraten Klein- und Mittelständische Unternehmen bei Finanzierungsfragen wie Investoren bei der Entwicklung von diversifizierten Anlagestrategien.

Der englische Begriff Slingshot bezeichnet eine Methode der Raumfahrt, bei der ein relativ leichter Raumflugkörper dicht an einem sehr viel massereicheren Körper - etwa einem Planeten - vorbeifliegt und sich dabei die Kraft der Gravitation zur Beschleunigung zu Nutze macht. Durch das Slingshot-Manöver wird die Richtung des Flugkörpers verändert. So können auf interplanetaren Flügen Treibstoff gespart, die Reisezeit durch die gewonnene Geschwindigkeit verkürzt und der Flugkörper am Zielplaneten in die gewünschte Umlaufbahn gebracht werden. So wie die Slingshot-Methode in der Raumfahrt die Reise zu zuvor unerreichbar erscheinenden Zielen ermöglichte, öffnet das Crowdfunding heute für Unternehmer und Organisationen neue Wege der Finanzierung und Realisierung von Projekten und Investitionen. (Ende)
Aussender: Slingshot Return - Oliver Gajda, Frank Schwarz, Karim Serrar GbR
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Website: www.slingshotreturn.com
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