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Epilepsie: Frühdiagnose verhindert Autounfälle

Symptome einer fokalen Epilepsie werden laut aktueller Analyse häufig erst zu spät erkannt


Rückspiegel: unerkannte Epilepsie heikel (Foto: pixabay.com/Various-Photography)
Rückspiegel: unerkannte Epilepsie heikel (Foto: pixabay.com/Various-Photography)

New York (pte001/21.10.2020/06:00) - Geringfügige Symptome einer fokalen Epilepsie, die nur einen Teil des Gehirns betrifft, werden laut einer Studie unter der Leitung der NYU School of Medicine http://med.nyu.edu häufig so lange nicht diagnostiziert, bis unerwartete Anfälle zu Autounfällen führen. Laut den Forschern ist diese Studie eine der ersten, die das Versäumnis des Erkennens der Symptome von subtilen Anfällen als einen Grund für eine verzögerte Diagnose darstellt.

Späte Diagnose gefährlich

Es kann durchschnittlich zwei Jahre dauern, bis Ärzte die frühen Anzeichen einer fokale Epilepsie erkennen. Dies gilt vor allem für eine Untergruppe von Patienten, deren Anfälle ohne unkontrollierte Bewegungen der Arme und Beine stattfinden. Zu den Symptomen dieser nicht motorischen Anfälle gehören wiederkehrende kurzen Halluzinationen, das starke Gefühl eines Dé­jà-vu oder Wahrnehmungen von traumartigen Zuständen beim Wachsein.

Laut Studienautoren werden subtilere Fälle häufig nicht diagnostiziert, bis die Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass es zu motorischen Anfällen kommt, bei denen der ganze Körper betroffen ist. Seniorautorin Jaqueline A. French nach betont diese Studie, wie verbreitet die frühen und subtilen Anzeichen einer fokalen Epilepsie sind. "Wir müssen sie viel besser erkennen können, damit Menschen nicht ohne Diagnose und Behandlung dastehen und dann Schaden verursachen können."

447 Patienten untersucht

Das Team hat die Daten von 447 Epilepsie-Patienten zwischen zwölf und 60 Jahren analysiert. Sie wurden weltweit von 34 Spezialeinrichtungen betreut. Es zeigte sich, dass 246 Patienten erst sechs Jahre nach den ersten subtilen Symptomen diagnostiziert wurden. 201 Patienten mit motorischen Anfällen erhielten ihre Diagnose innerhalb von zwei Monaten.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Auswirkungen einer früheren Diagnose bei fokaler Epilepsie über die rechtzeitigere Behandlung hinausgehen. 23 Patienten hatten angegeben, dass sie vor ihrer Diagnose einen oder mehrere Autounfälle hatten. 19 dieser nicht diagnostizierten Patienten litten unter nicht-motorischen Anfällen. Vier hatten motorische Anfälle. Den Experten nach hätten Unfälle in 13 Fällen durch frühere Diagnosen verhindert werden können. Weltweit wären das 1.816 Autorunfälle weniger.

Forschungsleiter Jacob Pellinen zufolge ist es für die Verbesserung der Diagnosen entscheidend, dass Ärzte die Möglichkeit eines Anfalls in der Notaufnahme und nach jeder Art von Autounfall nicht übersehen. "Patienten müssen mit ihren Ärzten zusammenarbeiten und ehrlich mit wiederkehrenden unüblichen Symptomen sein." Alle Teilnehmer waren von 2012 bis 2017 Teil des Human Epilepsy Project. Sie stammten großteils aus den USA und Kanada, aber auch aus Australien und Europa.

Die Probanden konnten die Häufigkeit und Art der Anfälle vor der Studie angeben. Für die Analyse wurden die selbst genannten Symptome mit medizinischen Aufzeichnungen kombiniert. Dazu gehörten die Beurteilung durch einen Neurologen und Informationen über frühere, mit einem Anfall in Verbindung stehende Verletzungen und Autounfälle. Die Forschungsergebnisse wurden in "Epilepsia" veröffentlicht.

(Ende)
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