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pts20010508003 in Business

Empfängerorientierte Informationsaufbereitung ist heute noch Schlagwort

Deloitte & Touche-Studie: Viele KMUs haben kein Frühwarnsystem


Wien (pts003/08.05.2001/09:00)

Eine von Deloitte & Touche unter 120 Unternehmen durchgeführte Umfrage bestätigt, dass die betrieblichen Informations- und Planungsinstrumente des überwiegenden Teiles der klein- und mittelständischen Unternehmen mangelhaft sind. Die Unternehmen verfügen laut Studienergebnissen zumeist auch über keine konkreten Markt- und Mitbewerbszahlen. Damit werden die Ursachen für Unternehmenspleiten der laufenden Insolvenzstatistik des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV) untermauert.

Rund 70 Prozent der 5.340 Insolvenzen im vorigen Jahr sind nach Angaben des KSV auf schwere Fehlleistungen des Managements zurückzuführen. Die aktuellen Studienergebnisse von Deloitte belegen, dass weniger als ein Drittel der klein- und mittelständischen Betriebe über betriebswirtschaftliche Kennzahlen zur Einschätzung zukünftiger Entwicklungen und nur die Hälfte über Markt- und Mitbewerberdaten verfügt. "Viele Unternehmen", so Deloitte & Touche Management Solutions-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Mayer, "leiden unter unstrukturierten Betriebsdaten, die keinerlei Rückschlüsse auf die eigentlichen Unternehmensziele zulassen." "Damit", so Mayer weiter, "fehle mittelständischen Unternehmen auch die Möglichkeit, ein funktionierendes Frühwarnsystem einzurichten."

Planungs- und Wissensdefizite aufgrund von mangelndem Informationssystem gefährden Zukunft der Unternehmen
Bei großen Kapitalgesellschaften (Definition gemäß § 221 HGB) ist das Informationssystem zwar am weitesten ausgebaut: Der Anteil an Unternehmen, die neben vergangenheitsorientierten auch mit zukunfts- und strategieorientierten Kennzahlen arbeiten, liegt mit 71 Prozent jedoch immer noch unter den Erwartungen. Bei kleinen und mittleren Kapitalgesellschaften ist die Situation noch krasser: Jedes zweite mittelgroße Unternehmen ermittelt keine Kennzahlen oder vergleicht den aktuellen Status ausschließlich mit der Vergangenheit; lediglich 30 Prozent vergleichen auch mit budgetierten Zielwerten. Bei fast jeder dritten kleinen Kapitalgesellschaft erfolgt die Entscheidung "aus dem Bauch". Sieben von zehn vergleichen ausschließlich mit Daten aus früheren Jahren, nur acht Prozent auch mit zukunftsbezogenen Daten. Kennzahlen finden also für Steuerungszwecke nach wie vor keine Anwendung.

Mag. Wolfgang Mayer, Partner und Geschäftsführer von Deloitte & Touche, nennt ein fehlendes Informations- und Frühwarnsystem, das auf aussagekräftigen Kennzahlen beruht, als einen der Hauptgründe für das geringe Wissen über den Stand und die Zukunft des Unternehmens: "Denn - selbst wenn ein Kennzahlensystem vorhanden ist, liefert dieses oftmals nicht die gewünschten Informationen. Management braucht komprimierte, vorausschauende und strategische Informationen mit großer Tragweite.
Viele Informationssysteme unterstützen diese Anforderungen nicht: Sie sind zu detailliert, vergangenheitsorientiert und bieten keine Verknüpfung mit den Unternehmenszielen."

"Die Ergebnisse stehen im Gegensatz zu dem stetig steigenden Informationsbedürfnis. Rahmenbedingungen ändern sich immer rasanter, der Konkurrenzdruck steigt stetig",betont Mayer: "Abhilfe schaffen kann ein ausgewogenes Kennzahlensystem - eine Balanced Scorecard. Damit wird nicht nur die finanzielle Seite des Unternehmens berücksichtigt, sondern ausgehend von Leitbild, Vision und Strategie des Unternehmens alle wichtigen Anspruchsgruppen, wie Kunden und Mitarbeiter, sowie interne Prozesse und deren Interdependenzen miteinbezogen."

Deloitte & Touche ist eines der weltweit führenden Wirtschafts- und Steuerberatungs- sowie Consultingunternehmen. Die Gruppe betreut sowohl multinationale und große nationale Unternehmen und öffentliche Institutionen, aber auch zunehmend eine Vielzahl schnell wachsender Klein- und Mittelbetriebe in 133 Ländern mit 92.000 Mitarbeitern. (Ende)
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