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pte20200327002 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Eltern bei Opioiden zurückhaltender als Ärzte

Zwei US-Studien haben Zusammenhang untersucht - Verschreibungspraxis in der Kritik


Schmerzmittel: bei Kindern wenig erforscht (Foto: pixelio.de, Tim Reckmann)
Schmerzmittel: bei Kindern wenig erforscht (Foto: pixelio.de, Tim Reckmann)

Alberta (pte002/27.03.2020/06:05) - Laut Studien unter der Leitung der University of Alberta http://ualberta.ca zögern Eltern bei der Verabreichung ärztlich verschriebener Opioide an ihre Kinder. Für die Studien haben die Forscher 136 Ärzte in Notaufnahmen für Kinder in ganz Kanada befragt, ob Bedenken über eine mögliche Sucht oder die Opioid-Krise sie davon abhält, Medikamente wie Fentanyl oder Morphin den Kindern bei mittelstarken bis starken Schmerzen zu verschreiben.

Laxe Verschreibungspraxis

Ärzte haben beim Verschreiben von Opiaten an Kinder hingegen nur geringe Bedenken. Sie erklärten im Zuge der Studie jedoch, dass die Zurückhaltung der Eltern, das Fehlen von Richtlinien für die Verschreibung und Bedenken hinsichtlich der Nebenwirkungen durchaus eine Rolle bei der Verschreibung spielten. Die WHO und die American Academy of Pediatrics empfehlen eine Verschreibung bei Kindern, wenn sich mittelstarke bis starke Schmerzen nicht durch Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen behandeln lassen.

Für die zweite, kürzlich publizierte Studie haben die Wissenschaftler mehr als 500 Eltern und Betreuungspersonen nach ihrer Bereitschaft befragt, eine Opioid-Verschreibung für ihr Kind zu akzeptieren. Nur die Hälfte gab an, Opioide für mittelstarke Schmerzen zu akzeptieren. Ihr Einsatz zu Hause wurde nur von 33 Prozent angenommen. Die Eltern gaben Angst vor einer Sucht, Nebenwirkungen und einer Überdosis als Gründe an.

Suchtrisiko wenig erforscht

Laut Forschungsleiterin Megan Fowler gibt es derzeit nicht viele eindeutige Belege dafür, wie groß die Besorgnis über das Suchtrisiko bei Kindern sein sollte. "Wir wissen, dass die Behandlung von Schmerzen bei Kindern von großer Bedeutung ist, daher müssen Ärzte sie verantwortungsvoll verschreiben. Laut Samina Ali wird einem von fünf Kindern in Nordamerika, bis sie das Teenager-Alter erreicht haben, ein Opioid verschrieben. Normalerweise werden sie zur kurzfristigen Behandlung von Verletzungen oder akuten Erkrankungen wie Blinddarmentzündung eingesetzt.

Ali zufolge sollten Ärzte nicht damit aufhören, Kindern Opioide zu verschreiben. Sie sollten jedoch - basierend auf den vorliegenden wissenschaftlichen Belegen - äußerst verantwortungsvoll damit umgehen. Derzeit arbeiten die Forscher an einem systematischen Überblick der vorliegenden Forschungsergebnisse, um festzustellen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem kurzfristigen Einsatz von Opioiden und der Möglichkeit des Entstehens einer späteren Sucht gibt.

Der Forscherin nach haben viele keine Bedenken über eine Sucht, die Hälfte der Patienten leide an einer Kombination von Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Schwindel, Verstopfung, Magenschmerzen und Übelkeit. Die Forscher suchen nach Alternativen zu Opioiden. Dabei wird die Wirksamkeit von Ibuprofen allein mit einer Kombintion von Ibuprofen und Paracetamol sowie einer weiteren Kombination von Ibuprofen und dem Opioid Hydromorphon untersucht.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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