pts19990725002 in Business
Die Kunst des Reisens - moderne Flucht in virtuelle Paradiese?
"zum Thema:" Nr. 31, ab 26.7. 1999 im Internet
Graz (pts002/25.07.1999/07:00)
Sommerzeit, Urlaubszeit - für 640 Millionen jährlich ein Synonym für eine Reise in lustvolle Gegenwelten zum grauen Arbeitsalltag, die alles - und noch viel mehr bietet, mindestens aber das totale Erlebnis! Tourismus - das ist die realisierte Illusion vor der Kulisse einer exotischen Landschaft, innerhalb derer Abenteuer und Sicherheit sowie Ursprünglichkeit und Luxus zugleich konsumiert werden wollen. Die Kunst des Reisens als die moderne Suche nach dem Gral der totalen Erfüllung, und das immer öfter, immer kürzer, immer weiter, immer schneller... McTouristen im Taumel des postmodernen Mobilitätsrausches.Und weil dieser größte und am schnellsten wachsende Markt der Welt reichen Segen an Devisen und Arbeitsplätzen verspricht, kämpfen die Pilgerziele mit modernster Technik und raffinierten Konzepten um die Aufmerksamkeit. In der Pole Position der erfolgreichsten Reiseländer strahlt - nach Jahren des Jammertals - erstmals wieder Österreich. Doch hinter den Kulissen des gegenwärtigen Erfolgs gilt alle Aufmerksamkeit längst den Tourismustrends des 3. Jahrtausends in Richtung künstliche Erlebnisparadiese und virtuelle Cyberwelten... Und wie wollen Sie morgen Urlaub machen?
Was sich auch "zum Thema:" - über die Welten der Reisenden und Bereisten - fragt.
* Heinrich Harrer, Forscher, Erfolgsautor und einstiger Lehrer des Dalai Lama während seiner "Sieben Jahre in Tibet" über die einstigen Strapazen der Entdeckungsreisen und den Verfall der Abenteuerkultur unter http://www.zum-thema.com/archiv/Harrer1.html
* Andreas Obrecht, Soziologe, Kulturanthropologe und Literat, ist der typische Forschungsreisende der Gegenwart am Ende des 20. Jahrhunderts, da die Ethnologie ihre "Forschungsobjekte" im Strudel der (nicht zuletzt kulturellen) Globalisierung verloren hat, während sich neue, brennende Fragen um die Modernisierungprozesse jener "Exoten" in den Vordergrund drängen. Dahinter steht die Grundproblematik der Reise als historisches wie auch modernes Phänomen: Die Begegnung mit der Fremde - und wie der westliche Mensch damit umgeht. Lesen Sie mehr dazu unter http://www.zum-thema.com/archiv/Obrecht1.html
* Klaus Dietsch von Europas größtem Studienreise-Veranstalter, Studiosus-Reisen, über die scharfen Bruchlinien der zwei gegensätzlichen Welten, jenen der Reisenden und der Bereisten, und über die notwendigen Strategien des umwelt- und sozialverträglichen Tourismus, damit diese Bruchlinien auch in Zukunft zu gegenseitiger Bereicherung anstatt zu Frustration und zu wirtschaftlichem Desaster führen, lesen Sie unter
http://www.zum-thema.com/archiv/Dietsch1.html
* Friedrich Zimmermann, Vorstand des Grazer Instituts für Geographie, über Schwächen und Entwicklungspotentiale des heimischen Tourismus sowie über die Zukunft der heimischen Regionen im Kampf um einen nachhaltigen Tourismus, der Wohlstand, Identität und grenzüberschreitende Kooperation unterstützt. Lesen Sie mehr unter http://www.zum-thema.com/archiv/Zimmermann1.html
* Arno Ebner von TIScover-Tourismus Informations Systeme über den E-Commerce-Boom in der Reisebranche, das erschütternde Erdbeben auf dem heilen Markt der Reisevermittler und die Zukunftsvisionen vom maßgeschneiderten Urlaub für den totalen Individualisten im wuchernden
Netz der (Urlaubs-)Netze. Lesen Sie mehr unter http://www.zum-thema.com/archiv/Ebner1.html
Weitere Interviews, E-Mail-Diskurse und Beiträge über alpine und tropische Paradiese, über künstliche und ökologische Erlebniswelten, über virtuelle und spirituelle Reisen oder über klassische und postmoderne Sehnsüchte - unter anderem von Anita Orlovius-Wessely, Manfred Prisching, Adelheid Schrutka-Rechtenstamm, Rainer Hartmann, Margit Franz und Alexander Kaiser - finden Sie auf der "zum Thema:"-Site http://www.zum-thema.com/archiv/index.html
Fuer das "zum Thema:"-Team, Harald A. Friedl, Christian Eigner, Franz Zuckriegl (Ende)
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