Deutscher Konjunktur fehlt der nötige Schwung
DIW, ifo Institut und IAB sehen zwar eine leichte Erholung, jedoch keinen Grund zur Entwarnung
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Entlassung: Stellenabbau abgebremst, er geht jedoch weiter (Bild: pixabay.com, RosZie) |
Berlin/München/Nürnberg (pte025/28.01.2026/13:59)
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) steigt im Januar leicht weiter auf 94,8 Punkte. Zum Vergleich: Im Dezember lag der Wert noch bei 93,4 Punkten. Die neutrale 100-Punkte-Marke zeigt ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum an. Von einer Entwarnung kann jedoch noch keine Rede sein, betonen die Ökonomen.
"Zu viele Bremsklötze"
"Die Investitionsmaßnahmen beginnen zu greifen und geben der Binnenkonjunktur frischen Schub. Doch der Aufschwung bleibt zunächst fragil - zu viele Bremsklötze wirken noch", so DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. So kämen zusätzliche Reformanstrengungen der Bundesregierung, die der Wirtschaft zugutekommen sollen, meist nur langsam voran.
Der Welthandel insgesamt halte sich zwar trotz Zollturbulenzen erstaunlich robust, aber die Wachstumsraten dürften im laufenden Jahr nur moderat ausfallen. Dazu würden die Exporte weiterhin unter der massiven Konkurrenz aus China leiden. Die Stimmungslage bei Unternehmen und Haushalten in Deutschland werde sich so wohl nur schrittweise aufhellen.
Stellenabbau geht weiter
Leichten Optimismus versprüht auch das ifo Institut. So würden Unternehmen in Deutschland seltener planen, Stellen abzubauen. Das Beschäftigungsbarometer stieg im Januar auf 93,4 Punkte, nach 91,9 Punkten im Dezember. "Der Stellenabbau verlangsamt sich, kommt aber noch nicht zum Stillstand", verdeutlicht Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen.
Weil vor allem in der Industrie - insbesondere der Auto- und Metallbranche - Jobs wegfallen, bleibe der Arbeitsmarkt weiterhin unter Druck. Auch die Unternehmen im Handel wollen laut dem ifo-Statistiken mit weniger Beschäftigten auskommen. Im Dienstleistungssektor sei das Barometer dagegen merklich gestiegen, während im Baugewerbe kaum Änderungen vorlägen.
Vor diesem Hintergrund bleibt auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zurückhaltend. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer halte sich im Januar den sechsten Monat in Folge über 100 Punkten. Der Frühindikator ist im Vergleich zum Vormonat aber minimal um 0,1 Punkte auf 100,1 Punkte gesunken. Das European Labour Market Barometer sei im Januar ebenfalls um 0,1 Punkte auf 99,9 Punkte, knapp unter die neutrale Marke von 100 gesunken.
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