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pte19980309014 in Business

Deutsche Nischen-Privatsender in der Krise

Spartenkanäle mit Verlusten in Millionenhöhe


Düsseldorf (pte) (pte014/09.03.1998/18:00)

Am 27. Januar dieses Jahres stellte der Wetterkanal seinen Betrieb ein, andere Sender bilanzieren millionenschwere Verluste. Diese Situation kennzeichnet die derzeitige Lage und Stimmung der deutschen Spartenkanäle, die in den letzten Jahren Millionen Schilling in den Aufbau gesteckt haben. Medienexperten rechnen sogar mit einem weiteren "Sterben" der Kanäle noch in diesem Jahr.

Rund 38,5 Milliarden Schilling betragen nach Schätzungen die Anlaufverluste deutscher Privat-Sender. Alle Spartensender operieren mit Verlust, außer Viva I. Die Ursache wird in der bevorzugten Einspeisung dritter Programme, des ARD/ZDF-Kinderkanals sowie Phoenix in die Kabelnetze gesehen. Dem Wetterkanal kostete die öffentlich-rechtliche Konkurrenz vor allem Reichweite, nur 60 Millionen Schilling Werbeeinnahmen verbuchte der Sender 1997. Der Kinder-Sender Nickelodeon sucht dringend neue Gesellschafter: Ravensburger steigt aus.

Der Münchner Sender tm3 trat vor knapp zwei Jahren an, um Frauen für sich zu gewinnen. Mittlerweile ist der Zusatz "Fernsehen für Frauen" verschwunden. Die Anlaufverluste dürften, im dreistelligen Millionenbereich liegen. Einziger Gesellschafter ist der Filmhändler Herbert Kleiber. Er füttert tm3 mit seinen Filmen. Der Sender baute bereits Eigenproduktionen "und intellektuelle Sendungen" ab.

Als brenzlig werten Fachleute die Situation des Deutschen Sportfernsehens (DSF) http://www.dsf.de. Nach unbestätigten Berichten müssen die Gesellschafter - unter ihnen Leo Kirch - rund 3,5 Milliarden Schilling Verluste verkraften. Sollte die europäische Kartellbehörde den Zusammenschluß von Kirch und Bertelsmann http://www.bertelsmann.de im Abonnenten-TV mit Premiere und DF 1 doch noch genehmigen, würde Bertelsmann die Hälfte des DSF übernehmen. In Gütersich wird daher erwogen, in diesem Fall den Sender zu schließen.

Als Lösung fordern Experten die Werbevorgaben aufzulockern. Für Spartenkanäle sollten andere Richtlinien gelten fordert der Direktor der Landesanstalt für Rundfunk http://www.lfr.de in Düsseldorf, Norbert Schneider. (Ende)
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