pte19980318006 in Business
Denken schützt vor Alzheimer
Auch Lebensstil, Ernährung und Rauchen spielen eine Rolle
Lexington (pte) (pte006/18.03.1998/08:00)
Das Gehirn der 86-jährigen Nonne war übersät von Protein-Ablagerungen, wie sie für die Alzheimersche Krankheit typisch sind. Außerdem besaß die Frau eine starke genetische Veranlagung für den Ausbruch von Morbus Alzheimer. Doch die Ordensschwester war weder vergeßlich noch hatte sie Probleme, ihren Alltag zu meistern - im Gegenteil, sie blieb bis zu ihrem Tode geistig fit.Die Nonne besaß ein Alzheimer-Hirn, ohne irgendwelche Symptome der Alzheimerschen Krankheit zu zeigen. "Zuerst dachten wir, daß wir das falsche Gehirn erwischt hätten", sagt David Snowdon, Direktor des Sanders-Brown Center on Aging in Lexington (Kentucky, USA). http://www.coa.uky.edu/
Die Untersuchte gehört zum Orden der "School Sisters of Notre Dame", der in München gegründet wurde und 1850 in den USA Fuß faßte. Alle 678 Nonnen dieses Ordens dienen heute der Wissenschaft, indem sie ihre Autobiografien zur Verfügung stellen, Tests über sich ergehen und nach dem Tode ihr Gehirn untersuchen lassen.
Die ersten Ergebnisse der Nonnenstudie sind verblüffend: Wortgewandte und ideenreiche Menschen haben viel seltener unter der Alzheimerschen Krankheit zu leiden als geistig weniger aktive Personen. Es scheint, daß ein reges Gehirn vor der krankhaften Vergeßlichkeit geschützt ist. Allerdings, so schränkt Snowdon ein, sei das Denken wahrscheinlich nur ein protektiver Faktor. Der Lebensstil, die Ernährung, Rauchen und dergleichen spielten ebenfalls eine Rolle beim Morbus Alzheimer. Nando Net (stern.de) (Ende)
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