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pte20200923003 Bildung/Karriere, Unternehmen/Wirtschaft

COVID-19 für die Ärmsten existenzbedrohend

Drei Viertel der Entwurzelten in armen Ländern mit teils erheblichen Einkommenseinbußen


Getreide als Basis: Das ist oft knapp und teuer (Foto: Enayatullah Azad/nrc.no)
Getreide als Basis: Das ist oft knapp und teuer (Foto: Enayatullah Azad/nrc.no)

Oslo (pte003/23.09.2020/06:10) - Die COVID-19-Pandemie trifft Flüchtlinge und Entwurzelte in armen Ländern extrem hart, so das Norwegian Refugee Council (NRC) http://nrc.no . Mehr als drei Viertel von ihnen haben seit März einen Job oder ihr Arbeitseinkommen verloren, wie eine Befragung unter Betroffenen in acht Krisenländern wie Afghanistan und dem Irak zeigt. Auch Hunger- und Bildungskrisen drohen, warnt das NRC in seinem aktuellen Bericht "Downward Spiral".

Pandemie verschärft Not

"Die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften der Welt befinden sich in einer gefährlichen Abwärtsspirale", meint NRC-Generalsekretär Jan Egeland. Darauf deutet eine Befragung von über 1.400 von Konfliktbetroffenen und Entwurzelten in Afghanistan, dem Irak, Kenia, Kolombien, Libien, Mali, Uganda und Venezuela hin. 77 Prozent von ihnen hatten seit März Jobverlust oder Einkommensausfälle zu beklagen. 71 Prozent haben Schwierigkeiten, die Miete oder andere Grundkosten fürs Wohnen zu bezahlen - ihnen droht also, ihre neue Bleibe wieder zu verlieren oder sie haben dies schon. Freilich überlegen gut zwei Drittel mangels Arbeit ohnehin, wieder weiterzuziehen.

Sieben von zehn Befragten mussten die Anzahl der Mahlzeiten in ihrem Haushalt reduzieren. Das hängt teils mit drastisch gestiegenen Lebensmittelkosten zusammen. "Wenn das Coronavirus uns nicht umbringt, dann der Hunger sicher", meint daher Shayista Gul, die mit 15 anderen eine notdürftige Unterkunft für Entwurzelte nahe Kabul bewohnt, gegenüber dem NRC. Auch die Bildung droht aufgrund der Pandemie zu kurz zu kommen. 73 Prozent der Befragten gaben an, dass es wegen der wirtschaftlichen Not eher sein könnte, dass sie Kinder nicht zur Schule schicken.

Hilfe bleibt vielerorts aus

Verschärfend kommt hinzu, dass Hilfsmaßnahmen in der Pandemie teils ausbleiben. Gut ein Viertel der Befragten gab an, dass es seit Beginn der COVID-19-Pandemie weniger Unterstützung durch Regierungen oder NGOs gegeben habe. Dagegen haben nur sieben Prozent mehr Hilfe erhalten. "Die reichen Länder der G20 und internationale Finanzinstitutionen müssen vertriebene und von Konflikten betroffene Gemeinschaften in den Mittelpunkt der nationalen und internationalen wirtschaftlichen Reaktionen auf COVID-19 stellen. Ohne dringende Maßnahmen wird diese Krise außer Kontrolle geraten", mahnt Egeland. Das NRC vermerkt, dass Untersuchungen in Burkina Faso, Jordanien, Kongo, Libanon, Somalia und dem Jemen auf ähnliche Probleme hindeuten wie jene, die in der Befragung ans Licht kamen.

(Ende)
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