Cosco Shipping darf Spedition Zippel fast schlucken
Bundeskartellamt gibt Transaktion frei und sieht Wettbewerb dadurch nicht negativ beeinträchtigt
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Hamburger Hafen: Cosco Shipping darf Spedition Zippel fast schlucken (Foto: pixabay.com, liggraphy) |
Bonn/Hamburg/Peking (pte016/20.02.2026/13:30)
Die chinesische Container-Großreederei Cosco Shipping Holdings mit Sitz in Peking darf 80 Prozent der Anteile an der in Hamburg ansässigen Konrad Zippel Spediteur GmbH übernehmen. Den Deal hat das Bundeskartellamt heute, Freitag, genehmigt.
"Keine Bedenken"
"Cosco transportiert im Wesentlichen Container auf dem Seeweg, während Zippel den Weitertransport der Container von den Seehäfen ins Binnenland organisiert. Die Unternehmen sind damit auf unterschiedlichen Ebenen der Transportkette tätig und stehen nicht in unmittelbarem Wettbewerb zueinander", erklärt der oberste Kartellwächter Andreas Mundt.
Aus wettbewerblicher Sicht bestehen laut dem Präsidenten des Bundeskartellamtes gegen das Vorhaben "keine Bedenken". Und er betont: "Etwaige außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte sind nicht Gegenstand der kartellrechtlichen Fusionskontrolle."
Cosco und HHLA
Cosco ist in Deutschland unter anderem über eine Minderheitsbeteiligung von 24,99 Prozent an der HHLA Container Terminal Tollerort GmbH im Hamburger Hafen präsent. Zippel hat sich auf Container-Transporte zwischen Seehafen und Binnenland, sogenannte Hinterlandverkehre, spezialisiert, die oft im kombinierten Verkehr, insbesondere per Bahn, durchgeführt werden.
An den Häfen in Hamburg und Bremerhaven wurden in 2024 über zwölf Mio. Container umgeschlagen. Zippel bewegte im Hinterlandverkehr dieser Häfen nur einen Bruchteil dieser Ladung, überwiegend per Bahn. Laut dem Bundeskartellamt ist nicht zu erwarten, dass der Zusammenschluss den Zugang anderer Reedereien zu Speditionsdienstleistungen oder den Zugang anderer Spediteure zu Reedereikunden spürbar beeinträchtigt.
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