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pte20200626004 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Corona kostet Weltwirtschaft bis zu 20 Bio. Euro

Im Idealfall nur noch eine kleine Infektionswelle im Jahr 2021 - Selbst dann hohe Verluste


Corona: Weltwirtschaft im Würgegriff (Foto: pixabay.com, geralt)
Corona: Weltwirtschaft im Würgegriff (Foto: pixabay.com, geralt)

Canberra (pte004/26.06.2020/06:15) - Die Coronavirus-Krise könnte die globale Wirtschaft 21,8 Bio. Dollar (rund 20 Bio. Euro) kosten, wie Forscher an der Australian National University http://anu.edu.au berechnet haben. Selbst im Idealfall ist mit einem Verlust von zumindest 14,7 Bio. Dollar zu rechnen. Vor allem die USA, Russland und China werden die Folgen der Pandemie zu spüren bekommen.

Mit jeder Welle mehr Verluste

"Es handelt sich hier um einen massiven Schaden. Der beste Fall geht davon aus, dass die Pandemie Mitte 2020 ihren Höhepunkt hatte und im Jahr 2021 eine kleinere zweite Welle folgt. Wenn wir das Virus nicht stoppen oder immer wieder neue Wellen kommen, steigen die ökonomischen Einbußen drastisch an. Je mehr Wellen, desto höher werden die Verluste", warnt Forschungsleiter Warwick McKibbin.

Die Wissenschaftler haben sechs verschiedene Szenarien für den weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie und ihren Einfluss auf die Weltwirtschaft untersucht. Der schlimmste Fall würde eintreten, wenn im Jahr 2020 eine weitere Infektionswelle kommt und es im Jahr 2021 ebenfalls zwei Wellen gibt. In diesem Szenario steigen die Verluste auf 21,8 Bio. Dollar.

Virus "ignoriert künstliche Grenzen"

Selbst im besten Fall müssen sich die USA, Russland und China auf schwere Finanzschocks einstellen. Steht nur noch eine kleine Infektionswelle im Jahr 2021 bevor, verlieren die USA trotzdem zwei Bio. Dollar. Russland muss mit Einbußen von 2,8 Bio. Dollar rechnen, bei China sind es 1,9 Bio. Dollar.

Laut McKibbin muss die ganze Welt zusammenarbeiten, um die Krise zu überwinden. "Maßnahmen müssen auf nationaler Ebene beschlossen und umgesetzt werden. Aber für die meisten künftigen Probleme braucht es mehr Kooperation zwischen Ländern. Das Coronavirus zeigt die Torheit der Isolationspolitik. Die natürliche Welt ignoriert künstliche Grenzen", mahnt der Experte.

(Ende)
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