Leben

HIGHTECH

26.02.2021 - 16:00 | Schneider Electric GmbH
26.02.2021 - 11:00 | Schneider Electric GmbH
26.02.2021 - 10:30 | pressetext.redaktion

MEDIEN

26.02.2021 - 13:40 | FH St. Pölten
26.02.2021 - 11:30 | pressetext.redaktion
26.02.2021 - 06:10 | pressetext.redaktion
pte20210120024 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Corona: Körperliche Inaktivität erhöht Mortalität

Brasilianische Studie wertet breites Datenmaterial zu den Folgen von Home-Office und Co aus


Home-Office: gut, aber ungesund (Foto: pixabay.com, Karolina Grabowska)
Home-Office: gut, aber ungesund (Foto: pixabay.com, Karolina Grabowska)

São Paulo (pte024/20.01.2021/13:30) - Soziale Distanzierung und das Arbeiten von daheim dämmen das Coronavirus zwar ein, laut einer Studie der São Paulo State University (UNESP) http://unesp.br fördert das jedoch auch ungesundes Verhalten wie das Essen von mehr Fastfood, mehr in einem Sessel oder auf der Couch auf einen Bildschirm starrend verbrachte Zeit und allgemein weniger Bewegung während des Tages. Details wurden in "Frontiers in Endocrinology" publiziert.

Mehr Diabetes und Tote befürchtet

Die Verringerung der körperlichen Aktivität, wie sie in den ersten Monaten der Pandemie stattgefunden hat, könnte laut den Experten zu einem jährlichen Anstieg von über 11,1 Mio. neuen Fällen von Typ-2-Diabetes und in der Folge zu mehr als 1,7 Mio. Todesfällen führen. Die Autoren betonen auch, dass eine dringende Notwendigkeit besteht, körperliche Aktivitäten während der Pandemie zu empfehlen.

Forschungsleiter Emmanuel Gomes Ciolac zufolge haben Untersuchungen erst kürzlich gezeigt, dass Personen mit Diabetes über ein höheres Risiko, an einer schwereren Form COVID-19 zu erkranken, verfügen. Gleiches gelte auch für das Sterberisiko, wenn die Erkrankung nicht unter Kontrolle sei. Weitere Studien ergaben, dass soziale Distanzierung und Einschränkungen das Ausmaß körperlicher Aktivität verringern, sitzende Lebensweise vermehrt und die Qualität der Ernährung verschlechtert haben.

Eindeutiger Trend verzeichnet

Neben anderen Datenquellen berücksichtigt der Überblick die Ergebnisse einer internationalen Online-Umfrage von 35 Forschungsinstitutionen auf mehreren Kontinenten. Den vorläufigen Ergebnissen nach, die sich auf die ersten 1.000 Freiwilligen beziehen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, ist das Ausmaß an körperlicher Aktivität in den ersten Monaten der Einschränkungen um 35 Prozent zurückgegangen. Begleitend nahm die sitzende Lebensweise um 28,6 Prozent zu.

Frühere Studien hatten bereits ergeben, dass der Mangel an körperlicher Aktivität 2019 für 33 Mio. Erkrankungen an Typ-2-Diabetes und 2018 für 5,3 Mio. Todesfälle mitverantwortlich war. Basierend auf den Daten vor der Pandemie, schätzten die Forscher, dass das derzeitige Auftreten körperlicher Inaktivität bei über 40-Jährigen einen Prozentsatz von 57,3 Prozent erreichte. Bei Personen mit einem Diabetesrisiko lag dieser Wert bei 57,7 Prozent. Ein langfristiger Mangel an Sport könne für 9,6 Prozent der Diabetes-Erkrankungen (11,1 Mio.) und 12,5 Prozent der weltweiten allgemeinen Todesfälle (1,7 Mio.) verantwortlich gemacht werden.

(Ende)
Aussender: redaktion.pressetext
Ansprechpartner: Moritz Bergmann
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: bergmann@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.098 Abonnenten
|
187.548 Meldungen
|
76.835 Pressefotos
Top