ChatGPT bald mit Werbung: Anzeigenplatzierung in KI-Antworten
Mit dem Test von ChatGPT-Werbeanzeigen schlägt OpenAI eine neue Richtung ein
Berlin (ptp001/01.02.2026/14:00)
Die Wirkung einer Werbebotschaft hängt maßgeblich davon ab, in welcher Phase der Customer Journey potentielle Kunden erreicht werden. Ob Aufmerksamkeit, Informationssuche oder konkrete Kaufentscheidung: Wenn Zeitpunkt und Inhalt zueinander passen, entsteht Relevanz. Und dadurch auch die Bereitschaft zur gewünschten Handlung. Dialogbasierte KI-Tools wie ChatGPT begleiten ihre Nutzer kontextuell und situationsabhängig. Sie werden in Momenten aktiver Recherche genutzt und könnten damit zu einem weiteren Marketingkanal avancieren. Auf indirektem Wege gibt es bereits Versuche, die eigene Marke häufiger in KI-Antworten erscheinen zu lassen. Ein Vorgehen, das möglicherweise bald durch Werbeanzeigen innerhalb von ChatGPT ergänzt oder abgelöst werden könnte.
Organische Sichtbarkeit durch Generative Engine Optimization
Bisher gibt es keine Möglichkeit, ein Unternehmen in ChatGPTs Antworten direkt zu platzieren. Hier verfolgt die Generative Engine Optimization (GEO) das Ziel, die Relevanz einer Website für die KI so zu steigern, dass die Wahrscheinlichkeit einer Nennung erhöht wird. Ähnlich wie bei der Suchmaschinenoptimierung. Der Unterschied besteht zu SEO jedoch darin, dass es eine große Messbarkeitslücke gibt. So gibt es kein natives Analyse-Tool, wie etwa die Google Search Console, das Einblicke in die Performance der Maßnahmen ermöglicht.
Testphase für kostenpflichtige Werbeanzeigen in ChatGPT
Für Unternehmen, die sich im Rahmen ihres Online Marketings in KI-Antworten platzieren möchten, wird es künftig wohl eine andere Möglichkeit geben. Mitte Januar hat OpenAI bekanntgegeben, dass es einen Test für Werbung bei ChatGPT geben wird. Dieser soll in den kommenden Wochen und Monaten erfolgen, jedoch lediglich in den USA. Die Werbeanzeigen sollen an erwachsene ChatGPT-Nutzer der Tarife "Free" und "Go" ausgespielt werden.
Ob und welche Anzeigen ausgespielt werden, soll auf dem inhaltlichen Kontext des jeweiligen Chats beruhen. Unterhält sich beispielsweise jemand zu Sneaker-Trends, könnte am Ende des Chats eine als Werbung gekennzeichnete Anzeige zu passenden Schuhen erscheinen.
Weitere Informationen zur Funktionsweise, Zielgruppendefinition, Kampagnenerstellung, Leistungsmessung und dergleichen mehr gibt es noch nicht. Bis zum offiziellen Launch können nur Vermutungen angestellt werden, ob sich ChatGPT-Anzeigen als effiziente Option für den Online-Marketing-Mix etablieren werden.
Wandel im Online Marketing wird durch KI angetrieben
Marken müssen dort präsent sein, wo sich ihre Zielgruppe befindet. Es ist davon auszugehen, dass immer mehr Verbraucher künstliche Intelligenz dazu nutzen werden, um an Informationen und Empfehlungen zu kommen. Dadurch entstehen neue Touchpoints, die außerhalb etablierter Plattformen liegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wirksame Online-Marketing-Maßnahmen wie die Suchmaschinenoptimierung außer Acht gelassen werden sollten. Vielmehr geht es darum, den Wandel zu begrüßen und Innovationen wie ChatGPT-Werbeanzeigen für die eigene Strategie zu abzuwägen. Die gezielte Kombination relevanter Kanäle ist die Grundlage für den Markenerfolg im Internet. Umso besser, wenn es mehr verfügbare Werbe- und Kommunikationsplattformen gibt, um die richtigen für sich auszuwählen.
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