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pts20200923016 Bauen/Wohnen, Technologie/Digitalisierung

Bundesministerin für Digitalisierung fördert steirische Quetschn, aber wichtiger wäre digitale Förderung der Baubranche

ISHAP fordert Digitalisierungsinitiative für Bauindustrie, die 10 Prozent zum BIP beiträgt


Wien (pts016/23.09.2020/09:05) - Das Land der Musiker hat wieder einen Meilenstein erreicht. Die amtierende Bundesministerin für Digitalisierung, Dr. Margarete Schramböck, fördert großzügig die Weiterentwicklung der steirischen Harmonika auf dem Weg in die Digitalisierung mit Hilfe von 3D-Druck. Sehr gut! Aber sollte man nicht eher über die effektive Förderung einer jener Branchen nachdenken, die mehr als 10 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Österreich beisteuern? Im Namen des gesamten Baugewerbes sollte eine sofortige Digitalisierungsinitiative der Bundesregierung starten. Und zwar noch vor dem für die Bauwirtschaft ohnehin seit jeher harten Winter, um den Schritt über die Schwelle ins Digitale Haus nicht zu verpassen und die durch Corona schwer gebeutelte Branche zu unterstützen.

Digitalisierung macht Baubranche weniger anfällig für Corona und kriminelle Subunternehmen

Die Baubranche ist noch immer digitalablehnend und weit von einer umfassenden Digitalisierung entfernt. Eine Unterstützung von Seiten des Ministeriums für die ersten Schritte ins "Digitale Haus" zur Steigerung der Konkurrenzfähigkeit der Bau- und Immobilienbranche wäre daher überfällig und von Vorteil auch für den Staat. Man sollte daher auch von der Bundesministerin für Innovation, Leonore Gewessler, eine sofortige Digitalisierungsinitiative für die österreichische Bauindustrie einfordern.

Wenn schon Online-Shops für Unternehmer gefördert werden (die naturgemäß Baufirmen wenig helfen), dann sollten auch die massiven Digitalisierungsbestrebungen von Baufirmen finanziell unterstützt werden, um Bauakten, Bauwerksbücher oder den Übergang ins Digitale Haus zu fördern. Seit geraumer Zeit werden ja sogar ein digitale Bauwerksbücher in der Wiener Bauordnung vorgeschrieben, die die Bürokratie massiv entlasten, aber für Bauherrn und Bauunternehmen oft großen finanziellen Mehraufwand bedeuten, der bisher von keiner Seite gefördert wird. Dabei könnten durch Digitalisierung auch andere Probleme am Bau in den Griff bekommen werden, die dem Staat Einnahmen entziehen.

Digitale Überprüfungssysteme machen es nämlich heute möglich, nicht nur kriminelle Subunternehmen, die bereits knapp vor der Pleite stehen, zu selektieren, sondern auch durch digitale Beitrittskontrollen solche Mitarbeiter ohne gültige Arbeits- und Versicherungspapiere zu tracken sowie auch Arbeiter mit Anzeichen für COVID-19 schon beim Betreten der Baustelle zu indentifizieren, um eine Clusterbildung zu vermeiden. Das entlastet den Staat und daher sollte auch der Staat die Bauwirtschaft entlasten, damit diese enorm wichtige Branche für Österreich digital werden kann.

Ein Initiative von: https://www.ishap.at/

(Ende)
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