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pte20190521021 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

British Steel droht an Brexit zu zerbrechen

Zu wenig Bestellungen aus der EU: Zweitgrößter Stahlfabrikant Großbritanniens vor Insolvenz


Hochofen: British Steel bangt um Existenz (Foto: pixabay.com, skeeze)
Hochofen: British Steel bangt um Existenz (Foto: pixabay.com, skeeze)

Scunthorpe (pte021/21.05.2019/12:30) - Der zweitgrößte britische Stahlkocher British Steel http://britishsteel.co.uk steht kurz vor der Insolvenz. Der Konzern ersucht die Regierung deshalb um eine Unterstützung in Höhe von 75 Mio. Pfund. Die finanziellen Schwierigkeiten würden aus "Brexit-verbundenen Problemen" rühren. Der Konzern habe seit dem Referendum mit einem Rückgang an Bestellungen aus dem Rest von Europa zu kämpfen. Auch das geschwächte Pfund sorgt für Probleme bei British Steel.

24.500 Jobs gefährdet

"In der Rohstoffindustrie ist der Brexit ein großes Thema. Etliche Unternehmen überlegen sich weiterhin, wie weit sie in Großbritannien investieren, wollen. Es ist denkbar, dass es für britische Unternehmen zunehmend schwieriger wird, Investoren vom Kontinent zu finden, hier wird momentan eher Deutschland bevorzugt", meint Deutsche-Bank-Analyst Michael Blumenroth http://deutsche-bank.de im Gespräch mit pressetext. Vor allem, was die zukünftige Zollpolitik und Handelspolitik von Großbritannien angeht, gebe es viele Unsicherheiten. Dadurch würden auch für Deutschland Nachteile entstehen, schließlich wären zahlreiche Industrien in Deutschland von potentiellen Zöllen betroffen. Obwohl in Deutschland mehr investiert wird, ergeben sich laut Blumenroth in Summe daraus keine gesamtökonomischen Vorteile.

Einem Bericht der "BBC" zufolge stehen 4.500 Arbeitsplätze in dem Unternehmen und 20.000 in seiner Versorgungskette auf dem Spiel, wenn es diese Unterstützung nicht erhält. Wird keine Einigung erreicht, geht British Steel in die Verwaltung, voraussichtlich durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Bereits im April dieses Jahres hatte sich British Steel 100 Mio. Pfund von der Regierung geliehen, um eine Kohlenstoff-Rechnung an die EU zahlen zu können und so ein hohes Bußgeld zu vermeiden.

Regierung nun gefordert

Die British-Steel-Shareholdergesellschaft Greybull Capital hat sich bereit erklärt, mehr Geld in das Unternehmen zu pumpen. Laut dem Umfeld von Greybull Capital wollen deren Darlehensgeber allerdings British Steel aufgeben, wenn das Unternehmen von der Regierung nicht zumindest die Summe von 30 Mio. Pfund erhält. Am Montag hat das britische Parlament einen Vertrag unterschrieben, der die Regierung und große Unternehmen dazu aufruft, britischen Stahl zu kaufen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Gewerkschaft GMB fordert nun, dass die Regierung Taten folgen lässt und British Steel und seine Angestellten rettet.

(Ende)
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Ansprechpartner: Georg Haas
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