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pte20200115003 Unternehmen/Wirtschaft, Politik/Recht

Briten verbieten Kreditkarten für Glücksspiel

"Problemspieler" sollen vor Schaden bewahrt werden - Bann gilt sowohl online als auch offline


Roulette: Kreditkarten-Bann in Großbritannien (Foto: pixabay.com, PIRO4D)
Roulette: Kreditkarten-Bann in Großbritannien (Foto: pixabay.com, PIRO4D)

Birmingham (pte003/15.01.2020/06:05) - Die britische Glücksspielregulierungsbehörde UK Gambling Comission (UKGC) http://gamblingcommission.gov.uk verbietet ab April 2020 die Verwendung von Kreditkarten bei Glücksspielen. Dieses Verbot bezieht sich sowohl auf Online-Glücksspiel als auch auf physische Glücksspiel-Institutionen, mit der Ausnahme von Lotterielosen, die im Geschäft verkauft werden.

24 Mio. Spieler in Großbritannien

"Glücksspiel mit Kreditkarten kann zu signifikantem finanziellen Schaden führen. Das Verbot soll dieses Risiko minimieren und verhindern, dass Konsumenten mit Geld spielen, das sie gar nicht haben", meint UKGC-Leiter Neil McArthur. Laut der "Financial Times " sind nach der Ankündigung des Verbotes die Aktien von Glücksspielbetreibern wie William Hill gefallen.

Zahlen der UKGC zufolge spielen etwa 24 Mio. Erwachsene in Großbritannien, 10,5 Mio. davon im Internet. Ungefähr 800.000 Konsumenten nutzen dabei ihre Kreditkarten. Von den britischen Glücksspielern schätzt die UKGC insgesamt 22 Prozent als "Problemspieler" ein. Dabei handelt es sich um Menschen, denen durch Glücksspiel finanzieller Schaden droht.

Selbstkontrolle durch "Gamstop"

Neben dem Verbot von Glücksspiel mit Kreditkarten setzt Großbritannien im Jahr 2020 noch weitere Maßnahmen, um Problemspieler zu schützen. So müssen am Ende März sämtliche Online-Glücksspielbetreiber am sogenannten "Gamstop"-Programm teilnehmen, das es Kunden erlaubt, den eigenen Zugang zu deren Websites zu blockieren. "Es ist wichtig, dass solche Programme möglichst effektiv sind. Dafür braucht es auch andere Tools, die unter anderem Zahlungen verhindern können", meint McArthur.

(Ende)
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