pte20260218004 in Forschung

Briten schränken ihre Smartphone-Nutzung ein

"Digital Consumer Trends" von Deloitte: Weniger Bildschirmzeit und gelöschte Social-Media-Apps


Smartphone-Nutzung: Verantwortungsvollerer Umgang mit Bildschirmzeit (Foto: Edar, pixabay.com)
Smartphone-Nutzung: Verantwortungsvollerer Umgang mit Bildschirmzeit (Foto: Edar, pixabay.com)

London (pte004/18.02.2026/06:10)

Laut der jüngste Ausgabe der "Digital Consumer Trends" der Unternehmensberatung Deloitte hat fast jeder vierte Brite Bildschirmzeit-Limits auf dem Smartphone festgelegt. 27 Prozent der Befragten berichten zudem, schon einmal eine Social-Media-App gelöscht zu haben, weil diese zu viel Zeit in Anspruch nehme oder zu viel Werbung und/oder gesponserte Beiträge beinhalte. Fake News (22 Prozent), negative psychische Folgen (18 Prozent) und langweilige Inhalte (16 Prozent) sind weitere Gründe für das Löschen einer App.

Mehrheit übertreibt es

70 Prozent meinen indes, sie verbrächten tendenziell zu viel Zeit mit ihrem Smartphone. Davon gehören 77 Prozent der Generation Z an, 78 Prozent zu den Millennials, 73 Prozent zur Generation X und 48 Prozent waren Babyboomer. 82 Prozent sagen, dass sie ihr Smartphone mindestens zehnmal am Tag überprüfen, 59 Prozent tun es mindestens 25 Mal pro Tag, bei 34 Prozent sind es mindestens 50 Mal und 15 Prozent kommen auf 100 und mehr.

82 Prozent geben an, dass sie Social-Media-Plattformen unterstützen würden, die Nutzungsbeschränkungen für Personen unter 18 Jahren einzuführen. Allerdings sind 58 Prozent der Meinung, dass das geeignete Alter für ein erstes Smartphone zwischen zwölf und 15 Jahren liegt. 32 Prozent glauben, dass Kinder ihr erstes Smartphone im Alter von zwölf bis 13 Jahren bekommen sollten, und 26 Prozent glauben, dass sie 14 bis 15 Jahre alt sein sollten. 43 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Teens mindestens 16 Jahre alt sein sollten, um Zugang zu sozialen Medien zu haben.

Keine "digitale Entgiftung"

"Da 60 Prozent von uns wenige Minuten nach dem Aufwachen auf ihr Smartphone schauen, ist es klar, dass Smartphones weiterhin eine entscheidende Rolle in unserem modernen Leben spielen", so John Kehoe, Partner bei Deloitte für Verbrauchertechnologien.

Aber die Zahl der Befragten, die sagen, dass sie entweder eine Pause von sozialen Medien brauchen, ihre Benachrichtigungen ausschalten oder Bildschirmzeitlimits festlegen, zeige, dass sich der Umgang mit den Geräten verändere. Das wirft laut Kehoe die Frage auf: "Stehen wir vor dem Zeitalter der digitalen Entgiftung?" Das erscheint fraglich, da der überwiegende Teil der Nutzer immer noch übermäßig viel Zeit mit dem Smartphone verbringt.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|