Soziale Medien verstärken Trennungsschmerz
Neue Analyse der McMaster University warnt eindringlich vor Online-Tracking des Ex-Partners
![]() |
In Gedanken: Trennung wird durch Social Media noch schlimmer (Foto: Thành Lương, pixabay.com) |
Hamilton (pte003/17.02.2026/06:10)
Laut einer neuen Studie der McMaster University lindert das Folgen des Ex-Partners in den sozialen Medien den Trennnungsschmerz nicht. Forscherin Tara Marshall nach verlangsamt die Konfrontation mit dem Ex-Partner im Social Web die emotionale Erholung nach einer Trennung erheblich. "Wenn Menschen ihren Ex-Partner online sehen, verstärkt das Eifersucht und negative Emotionen in einer Weise, wie es das bloße Nachdenken über den Ex-Partner nicht tut", so die Expertin.
800 Betroffene untersucht
Die neue Erkenntnis baut auf Marshalls früherer Forschung auf, als sie eine der ersten Studien veröffentlichte, die einen Zusammenhang zwischen der "Überwachung" eines Ex-Partners auf Facebook und einer schlechteren Erholung nach einer Trennung herstellte. Der Aufstieg von Instagram, Snapchat und TikTok sowie die Abkehr jüngerer Erwachsener von Facebook gaben ihr jetzt neue Gründe gaben, sich ein weiteres Mal mit diesem Thema zu befassen.
Die Fachfrau hat Daten aus vier sich ergänzenden Studien mit fast 8.00 Teilnehmern ausgewertet. Einige hatten sich erst wenige Wochen zuvor getrennt, während es bei anderen bis zu zwei Jahre waren, doch das Muster war ident. Anhand zusätzlicher Langzeitbefragungen, Tagebuchaufzeichnungen und einem Experiment hat Marshall herausgefunden, dass das Sehen eines Ex-Partners in den sozialen Medien zuverlässig emotionale Schmerzen verstärkt. Unabhängig davon, ob die Teilnehmer zufällig auf einen Ex-Partner stießen oder bewusst dessen Profil suchten, befiel sie Traurigkeit, Eifersucht und Trennungsstress.
Gezielte Suche gefährlich
Am schlimmsten war es für die Probanden immer dann, wenn sie gezielt nach Beiträgen, Fotos oder Profilinformationen eines Ex-Partners suchten. "Dann haben sie am Tag darauf einen emotionalen Kater. Der manifestiert sich in Erinnerungen, Grübeleien und einer ganzen Kaskade negativer Gefühle", unterstreicht die Wissenschaftlerin und warnt.
"Soziale Medien sind voll von sorgfältig kuratierten Bildern. Menschen posten Momente, in denen sie glücklich und selbstbewusst aussehen und so, als hätten sie ihr Leben weitergelebt. Das kann nach einer Trennung unglaublich schmerzhaft sein. Es schürt Eifersucht auf eine Weise, wie es persönliche Begegnungen oft nicht tun." Eine Kündigung als Follower oder eine Auszeit vom Social Web könne helfen, besonders in den ersten Monaten, wenn die Emotionen am intensivsten seien.
(Ende)| Aussender: | pressetext.redaktion |
| Ansprechpartner: | Wolfgang Kempkens |
| Tel.: | +43-1-81140-300 |
| E-Mail: | kempkens@pressetext.com |
| Website: | www.pressetext.com |


