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Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

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pts19980313019 in Business

BMAGS: Senkung d. Sozialstandards - kein Weg zur Bewältigung d. Strukturwandels

Informelles Treffen der EU-Bildungs- und Arbeitsminister in London


Wien (pts019/13.03.1998/14:18)

"Nicht die Verbilligung der Arbeitskräfte, sondern die Verbesserung ihrer Qualifikation ist letztlich der entscheidende Faktor zur erfolgreichen Bewältigung des Strukturwandels", erklärte Sozialministerin Lore Hostasch heute, Freitag, im Rahmen des informellen Treffens der EU-Bildungs- und Arbeitsminister in London. Ziel der österreichischen Beschäftigungspolitik sei es daher, in die Qualifikation von Arbeitnehmern zu investieren, statt in die Subvention von Billig-Jobs.

Die Bewältigung des Strukturwandels über den Abbau der sozialen Mindeststandards zu realisieren, wäre schon deshalb verfehlt, weil sich Vorteile im internationalen Wettbewerb vorwiegend über eine höhere Produktivität in qualitativen Bereichen, wie der fortschreitenden Spezialisierung auf Teilkomponenten der Produktion, erzielen lassen. Die höhere Produktivität aufgrund innovativer Entwicklungen habe in der EU zu einer schrittweisen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen geführt. Umgekehrt wiederum wirke sich die Realisierung dieser Standards entscheidend auf die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft aus, erklärte Hostasch.

Im nationalen Aktionsplan für Beschäftigung sei eine Fülle von Maßnahmen enthalten, die zur Erhöhung der Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer an den Strukturwandel beitragen werden, betonte Hostasch. So komme im Bereich der dualen Ausbildung der Erschließung neuer Berufsfelder und der Entwicklung neuer, zukunftsweisender Berufe - etwa in den Bereichen Kommunikation, Information, Medien, Dienstleistungen und freie Berufe - ein besonderer Stellenwert zu. Durch ein Bündel von Maßnahmen in den Bereichen der Wirtschafts-, Steuer-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik soll die Beschäftigung in wachsenden Dienstleistungsbranchen, wie etwa im Gesundheits- und Pflegebereich, gefördert werden. Im Zentrum der Maßnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehe die laufende Anpassung der Qualifikation von Beschäftigten und Arbeitslosen an die Anforderungen des Arbeitsmarktes, so Hostasch abschließend. (Ende)
Aussender: Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
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