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Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Ansprechpartner: Dr. Gisela Kirchler-Lidy, email: <A HREF=mailto:gisela.kirchler@bmags.gv.at>gisela.kirchler@bmags.gv


FRüHERE MELDUNGEN

pts19980311005 in Business

BMAGS: Ausreichend Impfstoff gegen Meningitis vorhanden

5.000 Einheiten am Dienstag abend eingetroffen


Wien (pts005/11.03.1998/09:06)

"Seit Dienstag abend steht wieder ausreichend Impfstoff gegen Meningokokken-Meningitis, Typ C, zur Verfügung", teilte heute Sozial- und Gesundheitsministerin Lore Hostasch mit. "Aufgrund der intensiven Berichterstattung der Medien sind in den letzten Wochen so viele Impfungen vorgenommen worden, wie sie dem Gesamtbedarf eines Jahres entsprechen", sagte die Ministerin zu den kurzfristig aufgetretenen Engpässen.

"Durch die enge Kooperation der Mitarbeiter meines Ressorts mit dem Generalimporteur konnten nunmehr weitere 5.000 Einheiten des Impfstoffes Mencevax kurzfristig besorgt werden. Davon werden 700 Einheiten ab heute in der Steiermark zur Verfügung stehen", unterstrich Hostasch.

Bei einer Impfung müsse berücksichtigt werden, daß diese nicht alle bakteriellen Meningitis-Fälle verhindern könne, sondern nur ein Viertel der Meningokokken-bedingten Hirnhautentzündungen. Außerdem, betont das Gesundheitsministerium, werde der Impfschutz erst nach etwa zehn Tagen aufgebaut. Daher sei als Akutmaßnahme zur Verhinderung der Erkrankung enger Kontaktpersonen die rechtzeitige Verabreichung einer antibiotischen Prophylaxe unabdingbar. Diese Maßnahme sei unverzüglich nach Bekanntwerden der Krankheitsfälle eingeleitet worden.

Im heurigen Quartal seien bisher 22 gesicherte Meningokokken-Erkrankungen aufgetreten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 43. Daher liege die Zahl der bisherigen Erkrankungen unter dem langjährigen Durchschnitt. Von einem Ausbruch oder gar einer Epidemie könne nicht die Rede sein, betonten die Experten des Gesundheitsministeriums.

Zur Frage der Impfungen wurde festgestellt, daß sie Angehörige und Kontaktpersonen nicht unmittelbar schützen, da der Impfschutz erst nach 10 Tagen eintrete. Impfungen seien also im Zusammenhang mit Ausbrüchen keine Akutmaßnahmen. Mittelfristig könnten Impfungen aber - abhängig von den Ergebnissen der epidemiologischen Erhebungen - bei genauer Abwägung im Einzelfall sinnvoll sein, um neuerliche Ausbrüche, insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen, zu verhindern. (Ende)
Aussender: Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Ansprechpartner: Dr. Gisela Kirchler-Lidy, email: <A HREF=mailto:gisela.kirchler@bmags.gv.at>gisela.kirchler@bmags.gv
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