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pte20190110002 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Blutfluss-Sensor warnt bei drohendem Infarkt

Verstopfungen durch Gerinnsel werden sofort erkannt - Nachsorge bei Operationen wird sicherer


Künstlerische Darstellung des neuen Blutfluss-Sensors (Bild: Levent Beker)
Künstlerische Darstellung des neuen Blutfluss-Sensors (Bild: Levent Beker)

Stanford (pte002/10.01.2019/06:05) - Forscher an der Stanford University http://stanford.edu haben einen Sensor entwickelt, der während einer OP um das von Verstopfungen gefährdete Blutgefäß gewickelt wird. Das Device kommt ohne Batterie aus und meldet dennoch per Funk, wenn die Gefahr eines Infarktes droht. Eine zweite OP, um den Sensor nach dem Ende der Gefährdungsphase zu entfernen, ist nicht nötig. Das Gerät wird auf natürlichem Weg abgebaut.

Durchfluss überwacht

Der neue Sensor besteht aus elektrisch aktivem Kunststoff, der biologisch abbaubar ist. Erste Tests fanden an Ratten statt. Obwohl die Blutgefäße, die überwacht wurden, sehr klein waren, funktionierte der Sensor einwandfrei. Anfangs dachten die Forscher, sie könnten lediglich eine 100-prozentige Verstopfung des Blutgefäßes erfassen. Während der Versuche stellte sich heraus, dass auch ein geringer werdender Durchfluss vom Gerät angezeigt wird.

"Die Messung des Blutflusses ist in vielen medizinischen Fachbereichen kritisch", sagt Paige Fox, Assistenzprofessor für Chirurgie. "Ein biologisch abbaubarer drahtloser Sensor ist eine große Hilfe bei Transplantationen, Gefäßoperationen sowie in der plastischen Chirurgie und bei Herzoperationen." Das Gerät ermögliche es, für Patienten nachoperativ zu sorgen, ohne dass sie persönlich zum Arzt gehen müssen.

Funktioniert wie RFID

Verstopfungen in Blutgefäßen werden oft so spät bemerkt, sodass schwerwiegende Folgen nicht ausgeschlossen sind. Ein Frühwarnsystem, das bereits reagiert, wenn der Blutfluss schwächer wird, könnte das verhindern, weil rechtzeitig operiert werden könnte. Der Sensor erfasst die Ausdehnung des Blutgefäßes im Rhythmus des Herzschlags. Dadurch ändert sich die Speicherfähigkeit des Sensors für Elektrizität.

Ein Empfänger, der über dem Blutgefäß auf der Haut klebt, misst diese Veränderungen. Es arbeitet ähnlich wie bei einem RFID. Das Lesegerät baut ein elektromagnetisches Feld auf, das vom Sensor empfangen und in elektrische Energie umgesetzt wird. Diese wird genutzt, um die Veränderungen der Sensorkapazität drahtlos zu übertragen. Die Daten werden per Mobilfunk direkt an den überwachenden Arzt übermittelt.

(Ende)
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Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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