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pte20200127004 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Besatzungsmächte planen mit Twitter und Co

Studie am Beispiel von Krim-Krise - Social Media drückt politische Stimmung aus


Soldaten: Twitter Info-Quelle bei Besetzung der Krim (Foto: pixabay.com/chief39)
Soldaten: Twitter Info-Quelle bei Besetzung der Krim (Foto: pixabay.com/chief39)

La Jolla/Berlin (pte004/27.01.2020/06:15) - Soziale Medien wie Twitter sind eine wichtige Informationsquelle für militärische Besatzungsmächte, da sie die politische Stimmung in bestimmten Regionen zum Ausdruck bringen. Eine Studie der University of California San Diego http://ucsd.edu zeigt das am Beispiel der Besetzung der völkerrechtlich nach wie vor zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim durch die russische Armee.

"Identifizierung von Trends"

"Alle Geheimdienste versuchen, Social-Media-Daten zu verarbeiten. Dabei geht es vor allem um die Identifizierung von Trends, beispielsweise wie eine Mehrheit von Menschen auf bestimmte Ereignisse reagiert. Soziale Medien nutzen aber nicht als alleinige Informationsquelle. Sie sind sehr subjektiv und zeigen kein vollständiges Bild, weswegen sie nur in Verbindung mit anderen Quellen funktionieren können", erläutert Marcel Dickow, Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik http://swp-berlin.org , gegenüber pressetext.

Die Forscher haben insgesamt 940 Mio. Tweets analysiert, die zwischen August 2013 und August 2014 über die Besetzung der Krim veröffentlicht wurden. Danach filterten sie Nachrichten heraus, die aus der Ukraine stammten, indem sie Standortdaten von Usern erfassten, bei denen die Ortungsfunktion aktiviert war. Außerdem lag der Folkus auf russischsprachigen Tweets, weil die Forscher davon ausgingen, dass russisch sprechende Einwohner der Krim eher für die Abspaltung der Ukraine sein würden.

Mehr Widerstand jenseits der Krim

Insgesamt kristallisierten sich 58.689 authentische Tweets heraus, die sich positiv über Russland äußerten, und 107.041, die der Besatzungsmacht feindselig eingestellt waren. Diese Tweets ordnete das Team einer Karte der Ukraine zu, um festzustellen, wie die politische Stimmung in welchen Regionen beschaffen war. Es zeigte sich, dass vor allem die Krim selbst pro-russisch eingestellt war. Jenseits der Krim wäre die russische Armee auf deutlich mehr Widerstand gestoßen, meinen die Forscher.

"Bei einer Expansion über die Grenze der Krim hinaus hätten russische Strategen anhand von Social-Media-Daten genau feststellen können, was für einen Empfang die Armee von der Bevölkerung erhalten hätte", schreibt Studienautor Jesse Driscoll. Die Forscher gehen davon aus, dass soziale Medien wichtige Daten für das Militär liefern können.

(Ende)
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