pte20260114003 in Business

Banken-Mails fördern die Freude am Sparen

Laut Untersuchung der University of Pennsylvania könnten Institute ihre Einlagen günstig erhöhen


Katy Milkman: hat E-Mails zur Steigerung der Sparfreude untersucht (Foto: katymilkman.com)
Katy Milkman: hat E-Mails zur Steigerung der Sparfreude untersucht (Foto: katymilkman.com)

Philadelphia (pte003/14.01.2026/06:10)

Regelmäßige Erinnerungs-E-Mails von Banken können Menschen zum regelmäßigen Sparen motivieren. Diese Erfahrung hat Katy Milkman von der University of Pennsylvania gemacht. Vorausgegangen war eine der bislang größten Untersuchungen darüber, wie sich Menschen überzeugen lassen, mehr auf ihr Sparkonto einzuzahlen.

Zweimonatige E-Mail-Kampagne

Gemeinsam mit rund einem Dutzend Kollegen hat die Expertin untersucht, ob gut gestaltete E-Mail-Erinnerungen Menschen dabei helfen können, ihre Sparpläne umzusetzen. An der Studie haben fast zwei Mio. Bankkunden teilgenommen. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip in Gruppen eingeteilt. Einige erhielten zwei Monate lang E-Mails, die sie zum Sparen ermutigen sollten, andere bekamen überhaupt keine Erinnerungsschreiben.

Die E-Mails kamen zu unterschiedlichen Zeiten und waren verschieden gestaltet. Einige E-Mails kamen zu Beginn des Monats oder nach einer Einzahlung von 300 Dollar oder mehr. Andere kamen gegen Ende des Monats und forderten die Kunden auf, den Restbetrag auf ihrem Konto beiseite zu legen. Eine weitere Reihe von Nachrichten gratulierte ihnen zu ihren jüngsten Einzahlungen und bestärkte sie so in ihrem Verhalten.

Wöchentliche wirken am besten

Am besten funktionieren wöchentliche E-Mails, die je nach Sparverhalten der einzelnen Personen unterschiedlich formuliert sind, heißt es in der Studie. Konkret sind diejenigen, die in einer bestimmten Woche keine Einzahlung getätigt hatten, dazu angeregt worden, eine Überweisung auf ihr Sparkonto vorzunehmen, während diejenigen, die bereits Geld eingezahlt hatten, dazu beglückwünscht wurden.

Allerdings fallen die Auswirkungen höchst überschaubar aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Empfänger tatsächlich Geld auf ihr Sparkonto überwiesen, stieg durch die wöchentlichen E-Mails um gerade einmal 1,3 Prozent, verglichen mit denen, die keine Zahlungsaufforderung erhalten hatten. Andere E-Mail-Strategien hatten noch weniger Erfolg.

Immenses Potenzial für Banken

Trotzdem könnten de E-Mails Nutzen bringen - vornehmlich den Banken nämlich, die sie verschicken, unterstreichen die Wissenschaftler. Sie hätten von den Teilnehmern sechs bis zehn Mio. Dollar zusätzlich einnehmen können, so die Berechnungen. Die Kosten fielen nicht ins Gewicht. Der Versand von derartigen E-Mails koste die Institute fast nichts.

"E-Mails waren der am einfachsten zu testende Kommunikationskanal, aber auch der am leichtesten zu ignorierende. Der nächste Schritt besteht darin, die Erinnerungen aufrechtzuerhalten und Kanäle zu nutzen, denen die Empfänger mehr Aufmerksamkeit schenken", verdeutlicht Milkman abschließend.

(Ende)
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