pte19980303007 in Business
Autodiebe werden künftig von Raumstation gestellt
Neues Schutzsystem kann gestohlene Autos vom All aus stillegen
Stuttgart (pte) (pte007/03.03.1998/10:40)
Das Steinbeis-Transferzentrum Raumfahrt hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart ein System entwickelt, mit dem sich gestohlene Autos vom Weltall aus deaktivieren lassen. Es soll 1999 an Bord der Raumstation gebracht werden und könnte schon 2000 in Betrieb gehen.Falls ein Fahrzeug gestohlen wird, meldet eine Servicestelle am Boden die Nummer an die Raumstation. Die wiederum sendet nun periodisch ein Signal aus, das nur der Empfänger mit der passenden Nummer dekodieren kann. Empfängt ein Empfänger ein solches Signal, schaltet er die Fahrzeugelektronik ab. Wenn der Wagen gerade fährt, rollt er langsam aus und bleibt stehen. Um Mißbrauch und Irrtümer auszuschließen, werden alle Meldungen mehrfach überprüft und nur verschlüsselt übertragen.
Das Stillegen gestohlener Autos ist nur eine der Anwendungen des Stuttgarter Forschungsprojekts. Die Forscher wollen ein Funksystem auf der Raumstation etablieren, das beliebige Funkdaten an jeden Ort der Erde bringen kann. Zu diesen sogenannten ´Global Transmission Services´ gehört etwa die Möglichkeit, Funkuhren global zu synchronisieren, oder ein Personenrufdienst, mit dem man auch Segelbootfahrer auf den Ozeanen erreichen kann."
Die Raumstation hat den Vorteil, relativ niedrig zu fliegen, so daß keine so große Sendeleistung nötig ist wie etwa bei den Satelliten für Funktelefone. Welche Firmen sich an den Experimenten finanziell beteiligen wollen, steht noch nicht fest. Professor Ernst Messerschmid, Leiter des Instituts für Raumfahrtsysteme, hofft auf die Mithilfe der Autoindustrie: "Dort wird zur Zeit daran gedacht, elektronische Schlüssel im Falle von Mißbrauch zu deaktivieren." In Zukunft womöglich aus dem All. (Ende)
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