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pts20260519019 in Forschung

Aus Masterarbeit wurde Traumhaus

Absolvent der Hochschule Burgenland konzipierte Niedrigenergiehaus und lebt nun darin


Pinkafeld (pts019/19.05.2026/10:00)

Für seine Masterarbeit im Studiengang Gebäudetechnik und Gebäudemanagement an der Hochschule Burgenland konzipierte Patrick Höfler sein Niedrigenergiehaus und lebt nun darin. Mit 2.000 kWh Jahresverbrauch an Strom braucht die Kleinfamilie auf 160 m2 halb so viel wie der durchschnittliche Haushalt dieser Größe.

Nachhaltig und energieeffizient – so sollte das Traumhaus von Patrick Höfler aus Pinggau sein. Schon seit seiner Jugend war er an Heizungssystemen interessiert, absolvierte nach der HTL Pinkafeld das Bachelorstudium Energie- und Umweltmanagement und das Masterstudium Gebäudetechnik und Gebäudemanagement an der Hochschule Burgenland.

Während seines Masterstudiums plante und realisierte Patrick Höfler gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin ein Haus. Parallel dazu entstand die Idee eines besonderen Heizungssystems, das das Gebäude mit einer Kombination aus Erdwärmepumpe, Solaranlage, Hygienespeicher und Solespeicher beheizt und kühlt.

Ein ideales Thema für seine Masterarbeit, fand er und setzte seine Pläne in die Tat um. Ein installiertes Monitoring-System lieferte im ersten Betriebsjahr wertvolle Daten, die er für seine wissenschaftliche Arbeit heranzog. Zur Freude über den erfolgreichen Studienabschluss kam die Bestätigung: Alle Planungen und Berechnungen waren korrekt. Das Traumhaus ist zur vollen Zufriedenheit gelungen.

Praxisbezug am eigenen Leib spürbar

"Nachhaltigkeit ist mir schon lange wichtig", betont Höfler. "Ich möchte nur die Energie benötigen, die für das Gebäude notwendig ist und wollte ein möglichst energieeffizientes System entwickeln." Das Haus wurde mit nachhaltigen Baumaterialien wie Lehm, Hanf und Holz errichtet, die für beste Dämmwerte und ein natürliches Raumklima sorgen. Das Einfamilienhaus verfügt über eine beheizte Wohnfläche von 166 m² und einen Heizwärmebedarf von 49,2 kWh/m²a.

Beheizt und gekühlt wird es über eine Kombination aus Erdwärmepumpe und Solaranlage, wobei die Kühlung passiv als Natural Cooling erfolgt. Die Wärmepumpe erreicht dabei eine Arbeitszahl von 7 für Heizung, Kühlung und Warmwasser. Das bedeutet, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom etwa 7 kWh Wärmeenergie erzeugt bzw. bereitstellt, was als extrem effizient eingestuft werden kann.

Jahresenergieverbrauch drastisch gesenkt

Der Jahresenergieverbrauch für das Heizen, Kühlen und die Brauchwassernutzung unter Einsatz einer PV-Anlage liegt im Haus der Familie Höfler mit zwei Erwachsenen und einem Kleinkind bei rund 2.000 kWh.

Zum Vergleich: Für ein Einfamilienhaus mit ca. 160 m² liegt der Jahresstromverbrauch einer Durchschnittsfamilie ohne elektrische Heizung grob bei ca. 3.500 bis 5.000 kWh pro Jahr – also beim Doppelten. Im Sommer wird der Warmwasserbedarf der Familie Höfler fast vollständig durch den Solarertrag gedeckt, und insgesamt sorgen das optimierte Zusammenspiel von Wärmepumpe, Solar und Speichertechnik für niedrige Betriebskosten.

Herausforderungen in der Regelungstechnik

In der hydraulischen Ausführung klappte für den jungen Häuslbauer alles reibungslos. Die Herausforderung für Patrick Höfler war die Regelungstechnik. Alles im Haus läuft automatisch, etwa die Umschaltung zwischen dem Kühlen im Sommer und Heizen im Winter als auch die Vorwärmung und Regeneration der Erdwärme durch die Solaranlage.

Diese Justierungen waren zeitaufwändiger als gedacht, ließen sich aber problemlos durchführen. Beruflich ist Patrick Höfler mittlerweile als Projektleiter in einem Installationsunternehmen tätig. Seine im Studium und durch den Hausbau erworbene Expertise ist bei seinen Kundinnen und Kunden – von Unternehmen bis hin zu Häuslbauern – sehr nachgefragt.

Facts zum Studiengang
Masterstudium - 4 Semester; Akademischer Grad: Diplomingenieur/in für technisch-wissenschaftliche Berufe - Dipl.-Ing./in; Organisationsform: berufsbegleitend mir Unterricht am Studienzentrum im Schnitt alle zwei Wochen: i.d.R. Freitag 14 bis 21.45 Uhr und Samstag von 8.30 bis ca. 18.30 Uhr, zusätzlich pro Semester zwei Präsenzblöcke Donnerstag bis Samstag jeweils von 8.30 Uhr bis ca. 18.45 Uhr; Studienplätze: 30; Studienort: 7423 Pinkafeld, Steinamangerstraße 21; Sprache: Deutsch (erforderliches Sprachniveau mind. B2)/Englisch (erforderliches Sprachniveau mind. B2); Studiengebühren: keine

Führende Expertise: Als Pionier der Gebäudetechnik-Ausbildung in Österreich verfügt die Hochschule Burgenland über mehr als 30 Jahre Erfahrung. Potenzielle Arbeitgeber sind alle Unternehmen und Organisationen im privaten und öffentlichen Bereich, die sich mit der Planung, der Errichtung, dem Betrieb und der Erhaltung von Gebäuden und deren gebäudetechnischer Ausrüstung auseinandersetzen.

Eine Anmeldung ist unter www.hochschule-burgenland.at bis 31.5. möglich. Für den Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement sind noch Restplätze verfügbar!

(Ende)
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