pte20230621002 in Leben

Aspirin erhöht Anämie-Risiko bei Älteren stark

Forscher der Monash University belegen Zusammenhang - Negative Folgen für Eisenwerte


Melbourne (pte002/21.06.2023/06:10)

Eine geringe Dosis Aspirin führt bei ansonsten gesunden älteren Erwachsenen zu einem um 20 Prozent höheren Risiko einer Anämie. Zu dem Schluss kommt eine Analyse von Forschern der Monash University. Zusätzlich kommt es zum Rückgang von Ferritin, den Eisenwerten. Die in den "Annals of Internal Medicine" veröffentlichten Erkenntnisse legen daher nahe, dass bei älteren Patienten, die Aspirin einnehmen, die Hämoglobin-Werte überwacht werden sollten.

Sample mit fast 20.000 Personen

Allein in den USA nimmt rund die Hälfte der älteren Erwachsenen Aspirin vorbeugend ein. Eine der Komplikationen besteht in einem erhöhten Risiko von schweren Blutungen. Davon betroffen ist vor allem der Magen-Darm-Bereich. Dieses Risiko ist gut erforscht. Nur wenige Studien haben sich jedoch mit den Auswirkungen auf eine Anämie beschäftigt. Das gilt vor allem für ältere Erwachsene. Die Forscher haben daher eine Post-hoc-Analyse der randomisierten und kontrollierten "ASPREE"-Studie durchgeführt.

Das Sample umfasst 19.114 Personen über 70 Jahren, die nach dem Zufallsprinzip dafür ausgewählt wurden, entweder täglich eine Dosis von 100 Milligramm Aspirin oder ein Blindpräparat einzunehmen. Die Hämoglobin-Werte wurden in der Folge jährlich gemessen. Die Ferritin-Werte wurden als Ausgangswert und erneut drei Jahre nach der Randomisierung ermittelt. Die Daten zeigen, dass das Anämie-Risiko bei der Gruppe, die Aspirin eingenommen hat, um 23,5 Prozent erhöht war. Diese Ergebnisse wurden von einem geringen, aber deutlichen Rückgang beim mittleren Hämoglobin und einem höheren Rückgang der Ferritin-Konzentrationen begleitet.

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