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pte19980214004 in Business

Archiv für Sexualwissenschaft im Netz eröffnet

Erinnerungen an die Gründerzeit - Kurse zum Downloaden


Berlin (pte) (pte004/14.02.1998/12:28)

Mehr als 90 Jahre, nachdem die Sexualwissenschaft in Berlin aus der Taufe gehoben wurde, versucht ein Einzelkämpfer, die Erinnerung an diese Pionierleistung aufrechtzuerhalten. Erwin Häberle, der einzige deutsche Professor, der Sexualwissenschaft als Hauptfach studiert hat, verbreitet via Internet alles, was es zur Sexualwissenschaft weltweit gibt.

Häberle erinnert in seinem Berliner Archiv für Sexualwissenschaft daran, das die Nationalsozialisten die junge Wissenschaft in Europa ausgelöscht haben. "Die gesamte Sexualwissenschaft wurde aus dem akademischen Gedächtnis Berlins und Deutschlands gestrichen." Vor allem in den USA, aber auch in vielen Nachbarländern entwickelte sich die Sexualwissenschaft und -erziehung hingegen zu einem eigenständigen Fach mit Lehrplänen, Prüfungsordnungen und anerkannten Abschlüssen.

Der untersetzte 61jährige lehrte viele Jahre in San Fransisco und war in den frühen 80er Jahren auch Mitarbeiter am Kinsey-Institut. Nach Deutschland zurückgekehrt, erhielt er von der Charité eine Professur für Sexualmedizin. "Die Sexualität ist doch keine Krankheit", kritisiert Häberle, "sie muß interdisziplinär von Natur- und Geisteswissenschaftern studiert werden."

Das Archiv für Sexualwissenschaft gehört zum Robert-Koch-Institut und belegt eine Etage in einem heruntergekommenen Gebäudekomplex auf dem Gelände der Charite in Berlin-Mitte. Doch Häberles Programm bietet die Möglichkeit, komplette sexualwissenschaftliche Kurse samt Prüfungsaufgaben kostenlos herunterzuladen. Querverbindungen ("links") zeigen dem Benutzer, wie weit sich diese Wissenschaft außerhalb Deutschlands schon entwickelt hat. http://www.rki.de/GESUND/ARCHIV/HOME.HTM (Ende)
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