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pte20190419013 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle

Ancestry: Shitstorm wegen Sklaverei-Werbung

Ahnenforschungs-Unternehmen regt mit Verharmlosung der Geschichte auf


Ancestry-Werbung: Romantisiert weißen Retter (Foto: twitter.com, mannyfidel)
Ancestry-Werbung: Romantisiert weißen Retter (Foto: twitter.com, mannyfidel)

Lehi (pte013/19.04.2019/12:30) - Die Ahnenforschungs-Plattform Ancestry http://ancestry.com ist in den USA aufgrund eines Werbespots mit Vorwürfen der Verharmlosung von Sklaverei konfrontiert. Der Spot stellt eine romantische Beziehung zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau in der Zeit der Sklaverei dar. Damit wird dazu aufgerufen, mit einem DNA-Test die eigene Abstammung heraufzufinden. Kritiker in sozialen Medien werfen Ancestry daher vor, die Beziehung zwischen weißen Männern und schwarzen Sklavinnen zu dieser Zeit zu romantisieren.

Der Werbe-Spot spielt in den US-Südstaaten im 19. Jahrhundert, vor dem amerikanischen Bürgerkrieg, als die Sklaverei dort noch legal war. Gezeigt wird ein Paar, eine schwarze Frau und ein weißer Mann. Der Mann bietet ihr einen Verlobungsring an und spricht mit ihr darüber, in die Nordstaaten zu flüchten, wo sie zusammen sein können. Die Werbung endet mit dem Slogan: "Ohne Sie endet die Geschichte hier". Es wird angedeutet, dass das Paar Nachkommen hat. Am Ende des Spots wird dazu aufgerufen, die eigene Herkunft zu entdecken.

Romantisierung der Sklaverei

Auf Twitter löste der Spot eine Welle der Entrüstung aus. Die Werbung romantisiere und verharmlose die Geschichte der Sklaverei und stelle ein falsches historisches Bild her. Tatsächlich seien viele Kinder mit gemischtem ethnischen Hintergrund in dieser Zeit durch sexuelle Ausbeutung und Vergewaltigung von Sklaven gezeugt worden. Der Fokus auf den weißen Mann wird auch kritisiert, er werde als "White Saviour", also weißer Retter, dargestellt. Das verharmlose die tatsächliche Rolle, die viele weiße Männer in der Geschichte der Sklaverei einnahmen.

Ancestry entschuldigte sich für die Werbung und entfernte sie aus dem Fernsehen und von YouTube. In einem Statement sagte das Unternehmen, der Spot sollte nur eine von vielen wichtigen Geschichten erzählen. Ancestry schätze das Feedback und entschuldige sich für die Werbung. Der Website iSpot zufolge belaufen sich die geschätzten Kosten des 30-sekündigen Werbespots auf 250.000 Dollar. Ancestry bereitet sich momentan auf seinen Börsengang vor.

(Ende)
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