pte20090305034 in Business
Alterskennzeichnung bei Games ist kontraproduktiv
PEGI-System lässt ungeeignete Spiele als "verbotene Früchte" dastehen
Amsterdam/Michigan (pte034/05.03.2009/13:45)
Restriktive Alterskennzeichnungen auf den Verpackungen von Computer- und Videospielen haben einen kontraproduktiven Effekt. Anstatt Kinder und Jugendliche von ungeeigneten Inhalten wie Gewalt, Schimpfwörtern, Angst, Drogen, Sex, Glücksspiel oder Diskriminierung fern zu halten, erhöhen sie lediglich den Anreiz für minderjährige Nutzer, sich das nur für Erwachsene freigegebene Material zu besorgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung eines holländisch-amerikanischen Forscherteams, die in der aktuellen Ausgabe 123 des Journals der American Academy of Pediatrics (AAP) http://pediatrics.aappublications.org veröffentlicht worden ist. Obwohl das Pan European Game Information System (PEGI) http://www.pegi.info dazu entwickelt worden sei, um Jugendliche vor anstößigen Inhalten zu schützen, lasse es Spiele eher als "verbotene Früchte" dastehen, kritisieren die Studienautoren.
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