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pts20200610021 Umwelt/Energie, Politik/Recht

3. Forum Anthropozän 2020 am 18. Juni als Online-Diskussion über zwei Krisen: COVID-19 und Klimakrise


Heiligenblut (pts021/10.06.2020/12:20) - Hochkarätig besetztes ONLINE ZEIT-GESPRÄCH zum Thema "KLIMA. DIE KRISE. Warum Wissenschaft und Macht im Dialog bleiben müssen" mit LH Peter Kaiser, Meeresbiologin Antje Boetius u.a. Teilnahme kostenfrei, Anmeldungen unter: https://forum-anthropozaen.com

Das 3. Forum Anthropozän findet am 18. Juni von 15 bis 17 Uhr komprimiert als hochkarätig besetzte Online-Diskussion statt. Angesichts der unverändert bestehenden Klimakrise und der neuen COVID-19-Krise, stellt das innovative Forum Fragen zu Macht, Dialog und zur künftigen Rolle der Wissenschaft. Es referieren und diskutieren unter anderem der Landeshauptmann von Kärnten, Dr. Peter Kaiser, die Meeresbiologin Prof.in Dr.in Antje Boetius, der Botschafter der Republik Kasachstan und Ständigen Vertreter bei der UNO (Wien) und OSZE, S. E. Kairat Sarybay und der Leiter der ORF-Wetterredaktion und Bestsellerautor zum Thema Klimawandel, Mag. Marcus Wadsak.

Zum Forum kostenfrei eingeladen sind UnternehmerInnen, WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, PolitikerInnen sowie alle Interessierte, die über Lösungen nachdenken, wie Mensch, Natur, Innovation und Zukunft nachhaltig zusammenwirken können und die an neuesten Erkenntnissen zum Forschungsthema Anthropozän interessiert sind. Die Veranstaltung wird organisiert und durchgeführt von der Initiative ProMÖLLTAL | ARGE Alpine Nature Campus, der Gemeinde Großkirchheim Infrastruktur KG, dem Nationalpark Hohe Tauern Kärnten, der Paris-Lodron-Universität Salzburg, dem Anthropocene Network Vienna/Universität Wien und dem Universitäts.club | Wissenschaftsverein Kärnten.

Die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Informationen gibt es unter: https://forum-anthropozaen.com

Bei der prominent besetzten Online-Veranstaltung im Rahmen des 3. Forum Anthropozän diskutieren:

* Prof.in Dr.in Antje Boetius, Meeresbiologin und Professorin der Universität Bremen, Vorsitzende des Lenkungsausschusses von Wissenschaft und Dialog, Leiterin des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven

* Dr. Daniel J. Dahm, Geograph, Okologe, Unternehmer. Senior Adviser World Future Council. Vorstand Vereinigung fur Okologische Okonomie. Mitglied der German Association Club of Rome, Geschaftsfuhrer der United Sustainability Unternehmensgruppe

* Dr. Peter Kaiser, amtierender Landeshauptmann von Kärnten

* Dr. Rudolf Rechsteiner, Ökonom, Präsident der Ethos-Stiftung (Genf/Schweiz), ehemaliges Mitglied des Nationalrats und des Großrats Basel-Stadt

* S. E. Kairat Sarybay, Botschafter der Republik Kasachstan in Österreich und Slowenien und Ständiger Vertreter bei der UNO (Wien) und OSZE

* Mag. Marcus Wadsak, Meteorologe und Leiter der ORF-Wetterredaktion. Journalist des Jahres 2019 in der Kategorie Wissenschaft. Gründungsmitglied von Climate without Borders, Bestsellerautor zum Thema Klimawandel

Die Moderation übernimmt Fritz Habekuß, Wissenschaftsjournalist bei DIE ZEIT.

Impfung gegen Klimakrise nicht möglich

Die Online-Diskussion dreht sich unter anderem um die Fragen, welches Handlungspotential sich durch die Coronakrise eröffnet und wie dieses Potential in Hinblick auf die Klimakrise genutzt werden kann, wie sich Machtverhältnisse zwischen Politik, Wirtschaft, Finanzsystem und Gesellschaft durch COVID-19 verändern und wie politisch langfristige Entscheidungen getroffen werden können, die eine wirtschaftlich zukunftsfähige Gesellschaft ermöglichen und zugleich die Bedürfnisse der Mitwelt (Mensch und Umwelt) einbeziehen.

Dr. Peter Kaiser warnt davor, wegen der Coronakrise auf die bereits eingeleitete Klimakatastrophe zu vergessen, denn "anders als gegen COVID-19 wird es gegen die dramatischen gesundheitlichen und ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels keine Impfung geben", so Kaiser.

Auch Marcus Wadsak sieht die Klimakrise als unverändert aktuell: "Die letzten sechs Jahre waren global die wärmsten sechs Jahre seit Messbeginn. Nicht das Klima spielt verrückt, sondern WIR Menschen haben es verrückt."

Dr. Daniel J. Dahm sagt: "Die Überschreitung der planetaren Grenzen und der Global Overshoot, die unter anderem über den Begriff des Anthropozän thematisiert werden, werden vor allem im ökologischen Kollaps der Nahrungsketten, der Degradierung der Landschaften und Fruchtbarkeiten unserer Lebenssysteme und im Klimawandel praktisch wirksam."

Die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hebt Kasachstans Botschafter S. E. Kairat Sarybay hervor: "Nur das Erkennen und Verstehen globaler Zusammenhänge und eine grenzübergreifende, nachhaltige Konnektivität von Staaten wird uns langfristig einen blauen Himmel, frisches Wasser und eine saubere Umwelt sicherstellen."

Ökonom Dr. Rudolf Rechsteiner appelliert: "Die Wissenschaften ermöglichten den unglaublichen Aufschwung der Menschheit. Wollen wir unsere Zukunft sichern, sollten wir auch ihre Warnungen ernst nehmen."

Prof.in Dr.in Antje Boetius sagt: "Die Macht, dem Anthropozän einen guten Ausgang zu verleihen, liegt in unserem gemeinschaftlichen Wissen und Wollen."

Ausblick 2021: 4. Forum Anthropozän von 17. bis 19. Juni in Heiligenblut am Großglockner, Nationalpark Hohe Tauern

Im Jahr 2021 findet das 4. Forum Anthropozän von 17. bis 19. Juni - wie bereits in den Jahren zuvor - unter anderem mit Vorträgen, Diskussionen, Lesungen, Zukunftswerkstätten und Filmvorführungen mit zahlreichen WissenschaftlerInnen, ExpertInnen und KünstlerInnen im Nationalpark Hohe Tauern statt, dem größten Schutzgebiet der Alpen und eine der schönsten Landschaften der Erde. Die Nationalparkgemeinde Heiligenblut als Austragungsort 2021 ist auch bekannt als das legendäre Bergdorf Heiligenblut am Großglockner. Die stolze, spätgotische Kirche, eng zusammengerückt mit den Herbergen und Berghofen inmitten einer herrlichen Gebirgslandschaft, deren Silhouette von der majestatischen, gletscherbedeckten Pyramide des Großglockners bedeckt wird, stellt nach wie vor ein Postkartenidyll dar.

Weitere Informationen unter: https://forum-anthropozaen.com

Das Forum Anthropozän geht seit 2018 interdisziplinär der Frage nach, wie sich Menschen wieder verstärkt als Einheit mit der Natur verstehen und erleben können und wie Innovationen eine nachhaltige Entwicklung fördern kann und wie der globale Wandel auch als Chance für eine bewusste Gestaltung der künftigen Erde betrachtet werden kann. Weitere Informationen gibt es unter: https://forum-anthropozaen.com

Die Diagnose des Anthropozäns geht von der Beobachtung aus, dass die Oberfläche der Erde, und damit auch die Lebensbedingungen für Flora und Fauna, durch die Handlungen von Menschen global rasant und in sehr großem Stil verändert werden. Inspiriert zu einem neuen Blick auf die Erde als Lebensraum, stellt das Anthropozän die Menschheit vor ganz neue Verantwortlichkeiten.

Der Begriff Anthropozän (Anthropos = Mensch / Zän = Erdzeitalter) bezeichnet den Eintritt in eine neue, vom Menschen geprägte Epoche der Erdgeschichte. Er wurde 2002 von dem Atmosphärenchemiker und Nobelpreisträger Paul J. Crutzen in den wissenschaftlichen Diskurs eingeführt.

(Ende)
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