pts20001107001 in Business
3. AGM Gastro-Forum: "Hat der Cybertourismus Zukunft?"
Gäste buchen zunehmend per Internet
Salzburg (pts001/07.11.2000/08:00)
Eine Podiumsdiskussion am Rande der "Alles für den Gast" widmete sich der Frage, ob Internet und E-Commerce tatsächlich Wachstumsmotoren für die Branche sind. Dazu wurde die Momentaufnahme präsentiert: "Immer mehr Gäste buchen per Internet"Die ADEG Österreich AG lud am 6.11. 2000 beim AGM Gastro-Forum bereits zum 3. Mal im Rahmen der Salzburger Gastronomie-Fachmesse "Alles für den Gast" Hoteliers und Gastronomen zu einem Diskussionsabend ein. Unter der Leitung von Helmut Spudich/Salzburger Nachrichten diskutierten der Salzburger WK-Präsident KR Rainhardt Buemberger, Abg.z.NR Mag. Eduard Mainoni in Vertretung von Frau Staatssekretärin Mares Rossmann, Hotelier Wolfgang Burgschwaiger, ÖGZ Chefredakteur Christian Bayr, TIScover-Geschäftsführer Arno Ebner und der Wiener Zukunftsforscher Mag. Andreas Reiter darüber, ob Internet und E-Commerce tatsächlich Wachstumsmotoren für die Branche sind.
Dr. Hugo Portisch lieferte in seiner Grußadresse den virtuellen Einstieg zur Veranstaltung via Zuspielung aus der ORF-Dokumentationsreihe "Schauplätze der Zukunft". Dass der Cybertourismus in Österreich da und dort schon seine konkrete Umsetzung gefunden hat, veranschaulichte Wolfgang Burgschwaiger mit einem virtuellen Rundgang durch seine "übergossene Alm". Freizeit- und Konsum-Trends im 3. Millennium präsentierte Mag. Andreas Reiter vom Zukunftsbüro/Wien unter dem Motto "Entführt mich ins virtuelle Leben, aber holt mich zum Abendessen wieder zurück".
Der Vormarsch des Internet im Tourismus scheint nicht mehr aufzuhalten
"Immer mehr Gäste buchen per Internet, die Top-Betriebe kommen dabei bereits auf eine Quote von über 20 Prozent", so lautet die Kernaussage der von ÖGZ Chefredakteur Christian Bayr präsentierten und gemeinsam mit AGM durchgeführten brandaktuellen Umfrage zum Thema "Was bringt das Internet für den Tourismus". Heute schon verfügen 91 Prozent jener Betriebe, die sich bereits näher mit dem Thema Internet auseinandergesetzt haben, über einen Internetzugang, immerhin 82 Prozent verfügen darüber hinaus über eine eigene Homepage. Interessant ist auch, dass bereits jedes 2. Cafehaus unter den Internet-Interessierten einen eigenen Auftritt im World Wide Web hat, rund 70 Prozent sind es bei Pensionen, Gasthöfen und Restaurants. Naturgemäß die größte Dichte an Homepages gibt es in der Hotellerie, wobei die 3-Sterne-Betriebe auf 82 Prozent, die 4-Sterne-Hotels auf 90 Prozent und die 5-Sterne-Hotels auf 93 Prozent kommen.
Überraschend hoch ist der Anteil von 92 Prozent bei den 2-Sterne-Hotels. Diese Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter 500 AGM-Kunden und ÖGZ-Lesern im September und Oktober 2000 in ganz Österreich, wobei primär jene Betriebe berücksichtigt sind, die sich mit dem Thema Internet schon intensiver beschäftigt haben. Immerhin mehr als ein Drittel der Betriebe mit eigener Homepage investieren bis zu 50.000 Schilling pro Jahr in ihren Internetauftritt, sieben Prozent bis zu 100.000 Schilling, fünf der befragten Betriebe gaben sogar an, mehr als 500.000 Schilling jährlich dafür aufzuwenden.
Etwas weniger als die Hälfte dieser Betriebe (46 Prozent) stellt auch bereits einen Internetzugang für ihre Gäste zur Verfügung, wobei davon knapp die Hälfte (49 Prozent) dies sogar kostenlos tut. Überraschend in diesem Zusammenhang, das gut 60 Prozent der 2-Sterne-Hotels, aber nur rund 40 Prozent der Top-Hotels (3-5-Sterne) ihre Gäste gratis surfen lassen.
Knapp 30 Prozent der befragten Betriebe verzeichneten bis Ende August bereits 5.000 Pageviews und mehr, weitere 23 Prozent immerhin noch bis 1.000. 20 Prozent bekamen in den ersten acht Monaten des Jahres bis zu 500 konkrete Anfragen über die Homepage (also etwa zwei pro Tag), sieben Prozent bis 1.000, fünf Prozent bis 5.000 und immerhin zehn Betriebe über 5.000.
Buchungen über Homepage im Steigen
Immerhin 50 Prozent der Betriebe gaben an, zwei bis fünf Prozent ihrer Buchungen per E-Mail zu bekommen, 15 Prozent bereits fünf bis zehn Prozent, acht Prozent zwischen zehn Prozent und 20 Prozent und immerhin knapp 50 Betriebe über 20 Prozent. Und die halten dann auch: Die Stornoquote lag bei 90 Prozent der Buchungen bei maximal zwei Prozent.
Große Erwartungen für die Zukunft
Rund die Hälfte will in den nächsten Jahren verstärkt ihre Warenbestellung via E-Mail abwickeln, 71 Prozent erhoffen sich eine Kostenersparnis, 82 Prozent sehen das Internet als zusätzliches Service für ihre Kunden, und nicht zuletzt erhoffen sich 83 Prozent der Befragten schlicht und einfach neue Gäste. (Ende)
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