pte20240709004 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Neues Mittel fördert künstliche Befruchtung

Neue klinische Untersuchung mit insgesamt 96 Frauen belegt 6,9 Prozent mehr Lebendgeburten


Künstliche Befruchtung: Neues Mittel erhöht die Erfolgsrate (Foto: pixabay.com, Elena Kontogianni)
Künstliche Befruchtung: Neues Mittel erhöht die Erfolgsrate (Foto: pixabay.com, Elena Kontogianni)

Barcelona (pte004/09.07.2024/06:10)

Forscher von Oxolife haben die Wirkung eines sogenannten "first-in-class"-oralen, nicht-hormonellen Medikaments zur Verbesserung der Embryoimplantation, Schwangerschaft und der Anzahl der Lebendgeburten bei unfruchtbaren Frauen nachgewiesen, bei denen eine In-vitro-Fertilisation oder eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion durchgeführt wurde. Dies ist den Experten nach ein bedeutender Schritt in Richtung des ersten therapeutischen Tools, das die Embryoimplantation und die Erfolge bei der Erzielung von Lebendgeburten verbessert. Details sind in "Human Reproduction" veröffentlicht.

Vielversprechende Ergebnisse

Konkret handelt es sich um die Ergebnisse der klinischen Phase-2-Studie "OXOART2", die doppelblind und placebokontrolliert in 28 Einrichtungen in ganz Europa durchgeführt wurde. Auf seine Wirksamkeit hin überprüft wurde das Medikament OXO-001, das direkt auf die Gebärmutterschleimhaut abzielt. An der Studie haben 96 Frauen im Alter von bis zu 40 Jahren teilgenommen, bei denen ein einzelner Embryotransfer durchgeführt worden war. 42 Teilnehmerinnen erhielten ein Blindpräparat und 54 eine tägliche Dosis von OXO-001. Die Behandlung startete einen Menstruationszyklus vor dem Embryonentransferzyklus und wurde noch fünf Wochen lang nach dem Transfer weiter fortgesetzt.

Statistisch bedeutende Verbesserungen konnten bei der Zahl der biochemischen Schwangerschaften erzielt werden. Diese frühen Nachweise einer Schwangerschaft wurden bei 75,9 Prozent der behandelten Frauen realisiert. Bei der Kontrollgruppe lag dieser Wert bei nur 52,4 Prozent. Klinisch relevante Verbesserungen konnten auch bei den klinischen Schwangerschaftszahlen nachgewiesen werden. Hier geht es um den Herzschlag des Fötus fünf Wochen nach dem Transfer. Verbesserungen zeigten sich aber auch bei den laufenden Schwangerschaftszahlen, also zehn Wochen nach dem Transfer.

Deutlich mehr Lebendgeburten

Insgesamt konnte eine Verbesserung von 14,3 Prozent erzielt werden. Hier handelte es sich um 50 Prozent für OXO-001 versus 35,7 Prozent in der Kontrollgruppe und im zweiten Bereich um eine insgesamte Verbesserung von 10,6 Prozent. Aufgeschlüsselt bedeutet das 46,3 Prozent für OXO-001 respektive 35,7 Prozent für die Placebogruppe. Der absolute Anstieg bei den Lebendgeburten beträgt 6,9 Prozent. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Magen- und Darmprobleme sowie Schwindel traten zwar häufig auf, waren aber leicht bis mittelschwer. Beim sechsmonatigen Follow-up waren die Kinder gut entwickelt. Es konnten keine Unterschiede zur Kontrollgruppe festgestellt werden.

(Ende)
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