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"Kamera-Pille" soll Endoskopie revolutionieren

Zwei Joysticks steuern "NaviCam" der George Washington University und AnX Robotica von außen


"NaviCam": Kamerabestückte Kapsel zur Mageninspektion (Illustration: gwu.edu, anxrobotics.com)

Washington/Plano (pte001/06.06.2023/06:00)

Forscher um Andrew Meltzer von der George Washington University haben mit "NaviCam" eine schluckbare "Kamera-Pille" entwickelt, die bisherige endoskopische Verfahren zur Inspektion von Magen und Dickdarm ablösen soll. "Eine traditionelle Endoskopie ist ein invasives Verfahren, ganz zu schweigen davon, dass es aufgrund der Notwendigkeit einer Anästhesie und des Arbeitsausfalls des Patienten für mindestens einen Tag kostspielig ist", sagt Meltzer. Er kam auf die Idee, die navigierbare Kamera zu entwickeln, nachdem er Patienten behandelt hatte, die mit lebensbedrohlichen Magenbeschwerden in die Notaufnahme kamen und nicht endoskopiert werden konnten.

Bisher nur Magen inspiziert

Die neue Hightech-Kapsel ist magnetisierbar, sodass sie von außen per Joystick steuerbar ist. Die Forscher haben das Gerät an 40 erwachsenen Patienten getestet, die angesichts ihrer Symptome eigentlich reif waren für eine Endoskopie. Sie hatten Magenschmerzen, Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit und/oder Erbrechen, Anämie oder Gewichtsverlust. Sie wurden gebeten, am Abend vor dem Eingriff nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Am Tag des Eingriffs trank der Patient einen Liter Wasser mit Simethicon, einem Antischaummittel.

Etwa zehn Minuten nach dem letzten Schluck nahm der Proband die Kapsel ein, legte eine Weste an, die die Bilddaten der Kapsel empfängt, und legte sich auf einen Tisch, über dem sich ein mit zwei Joysticks steuerbarer Magnet befand. Einer ist für die Bewegung der Kapsel in den X-Y-Z-Achsen zuständig, der andere für die Drehung um die horizontalen und vertikalen Achsen. Die von AnX Robotica entwickelte NaviCam bietet ein 160-Grad-Sichtfeld und liefert kontinuierlich Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln pro Zoll mit einer Bildrate von 0,5 bis sechs Bildern pro Sekunde.

Künstliche Intelligenz an Bord

Laut den Forschern war die magnetisch gesteuerte Kapsel in Tests in der Lage, alle anatomischen Bereiche des Magens zu visualisieren und Video- und Standbilder von Blutungen, Entzündungen oder bösartigen Läsionen zuverlässig aufzuzeichnen. Jetzt entwickeln die Wissenschaftler eine Software, die die Kapsel mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisch durch den Magen steuert und Anomalien aufzeichnet. Sie wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Dabei kann sie künftig möglicherweise auch Bilder aus dem Darmtrakt übermitteln.

(Ende)
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