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11.08.2022 - 06:15 | pressetext.redaktion
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pte20220805023 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Autisten erkennen Emotionen - nur langsamer

Situation beeinflusst laut Wissenschaftlern der Flinders University die Reaktion auf Gesichter


Gesichtsausdrücke: Autisten sind beim Erkennen nicht benachteiligt (Foto: pixabay.com, Ryan McGuire)
Gesichtsausdrücke: Autisten sind beim Erkennen nicht benachteiligt (Foto: pixabay.com, Ryan McGuire)

Adelaide (pte023/05.08.2022/12:30) -

Autistische Erwachsene erkennen laut einer Studie der Flinders University http://flinders.edu.au im Vergleich zu gesunden Menschen den Gesichtsausdruck anderer Personen nur wenig schlechter. Zwei in "Autism Research" veröffentlichte Artikel zeigen, dass es notwendig werden dürfte, bestehende Vorstellungen von Autismus zu überdenken.

Hoher Druck macht Probleme

63 Personen mit Autismus und 67 nicht davon betroffene Erwachsene mit IQs zwischen 85 und 143 haben an der Studie teilgenommen. Sie absolvierten drei bis fünf Stunden dauernde Sitzungen, bei denen ihre Wahrnehmung von zwölf verschiedenen emotionalen Gesichtsausdrücken wie Wut und Trauer untersucht wurde. Marie Georgopoulos hatte bereits während ihrer Doktorarbeit eine Vielzahl von Daten gesammelt. Die erneute Analyse durch das Team bildete in Folge die Grundlage für eine Reihe von wissenschaftlichen Artikeln.

Die Ergebnisse könnten bedeuten, dass soziale Schwierigkeiten in Zusammenhang mit Autismus tatsächlich Unterschiede widerspiegeln, die nur bei bestimmten sozialen Interaktionen oder Szenarien mit einem hohen Druck auftreten. Damit wird die Annahme infrage gestellt, dass autistische Erwachsene den Gesichtsausdruck anderer Menschen nicht richtig lesen können. Laut dem Co-Autor Neil Brewer sind autistische Personen jedoch im Durchschnitt nicht weniger genau, sondern nur etwas langsamer beim Erkennen der Gefühle anderer Menschen.

Kaum Unterschiede festgestellt

In beiden Teilnehmergruppen kam es bei der Performance zu einer erheblichen Überschneidung. Nur eine kleine Untergruppe der autistischen Teilnehmer schnitt dabei schlechter ab als die nicht betroffenen Teilnehmer. Die Unterschiede zwischen den Gruppen blieben unabhängig von der Art der Präsentation der gezeigten Emotionen, der Art der erforderlichen Reaktion oder des jeweils gezeigten Gefühlsausdrucks besehen. Die Studie zeigt auch, dass es zwar erhebliche Unterschiede bei den Einblicken der Personen ihre Interpretation der Gefühle von anderen gibt. Es existieren jedoch keine Belege für Unterschiede zwischen Autisten und anderen Menschen. Damit liefern diese Artikel auch Hinweise auf bisher nicht erkannte Fähigkeiten autistischer Menschen.

(Ende)
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