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pte20220524005 Umwelt/Energie, Produkte/Innovationen

Jodid knackt hartnäckige Giftstoffe sicher

Forscher der University of California haben erstmals ein zuverlässiges Verfahren entwickelt


Trinkwasser: PFAS sind große Gefahr für die Umwelt (Foto: sutulo, pixabay.com)
Trinkwasser: PFAS sind große Gefahr für die Umwelt (Foto: sutulo, pixabay.com)

Riverside (pte005/24.05.2022/06:05) -

Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind weitverbreitete Chemikalien, die teilweise giftig und schwer zerstörbar sind, sodass sie über lange Zeit in der Umwelt verbleiben. Umweltingenieure an der University of California, Riverside http://ucr.edu haben nun ein Mittel gefunden, diese Moleküle, deren Bindung extrem stark ist, zu zerstören. Das gelingt in einem Reaktor, in dem sich die Giftstoffe befinden, verteilt in Wasser. Durch Zugabe von Sulfit und Jodid werden die PFAS innerhalb von wenigen Stunden zu 90 Prozent zerstört, wenn die Flüssigkeit mit UV-Licht bestrahlt wird.

Industrie zeigt Interesse

"Iodide leisten wirklich gute Arbeit. Sie beschleunigen nicht nur die Reaktion, sondern ermöglichen auch die Zerstörung einer zehnmal höheren Konzentration von PFAS, sogar einiger sehr widerspenstiger Strukturen", sagt Forscher Jinyong Liu. Er arbeitet seit 2017 an Möglichkeiten, PFAS durch fotochemische Reaktionen zu zerstören. Die neue Methode hat bereits das Interesse der Industrie geweckt und Lius Gruppe arbeitet mit Unternehmen zusammen, um Pilotversuche durchzuführen.

In der Industrie werden PFAS in einer Reihe von Spezialanwendungen eingesetzt, etwa bei der Verchromung, in der Herstellung von Halbleitern oder auch bei fotografischen Prozessen. Sie stecken auch in zahlreichen Konsumgütern, wie in Farben, Leder- und Textilbeschichtungen sowie in Papieren mit schmutz-, fett- und wasserabweisenden Eigenschaften. Sie sind zudem Bestandteile von Imprägnier- und Schmiermitteln. Die teilweise für Menschen gesundheitsschädlichen PFAS gelangen auch ins Trinkwasser, weil sie mit herkömmlichen Methoden nicht aus dem Abwasser zu entfernen sind. Bisher gibt es keine bindenden Grenzwerte für Trinkwasser.

Energieaufwendiger Prozess

Fotochemischer Abbau durch UV-Licht und Sulfit ist bis heute eine der effektivsten Möglichkeiten, PFAS abzubauen. Der normale Prozess verbraucht viel Strom, da die chemischen Reaktionen langsam ablaufen. Zudem sind einige PFAS gegen dieser Behandlung immun. Die Zugabe von Iodid beschleunigt den Prozess massiv. Außerdem werden so auch Giftstoffe geknackt, die sich allein mit UV-Licht und Sulfit nicht zerstören lassen.

(Ende)
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