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pte20220504002 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Social-Media-Riesen ignorieren Islamophobie

Center for Countering Digital Hate: Twitter lässt 97 Prozent aller Hassreden auf seiner Plattform


"Stop Racism": Große Gruppen verbreiten weiter Hassreden im Social Web (Foto: pixabay.com, Tumisu)

London (pte002/04.05.2022/06:05) -

Die fünf größten Social-Media-Plattformen versagen im Kampf gegen auf Muslime gerichteten Rassismus. Laut der neuen Studie des Center for Countering Digital Hate (CCDH) http://counterhate.com war das auch dann noch der Fall, wenn beleidigende Postings den Moderatoren der Unternehmen gemeldet wurden. Twitter schneidet besonders schlecht ab. 97 Prozent der islamophoben Postings wurden ignoriert. Facebook unternahm gegen 94 Prozent dieser Postings nichts. Mit 100 Prozent lag YouTube weit vorne. Instagram kam auf 86 Prozent und TikTok auf immerhin 64 Prozent.

Freie Fahrt für krude Ideen

CCDH zufolge tummelten sich auf Facebook mehrere große Gruppen, die speziell auf die Verbreitung von Hass gegen Muslime ausgerichtet waren. Gemeinsam kamen sie auf 361.922 Follower. Die Tech-Plattformen reagierten jedoch auch auf 89 Prozent der Postings nicht, deren Ziel es war, die Verschwörungstherorie des sogenannten "Großen Austauschs" zu verbreiten. Facebook, Instagram, TikTok, Twitter und YouTube reagierten alle nicht auf 89 Prozent der Postings mit Hass gegen Muslime und Islamophobie, heißt es.

Mittels eines eigenen Reporting-Werkzeugs haben die Forscher 530 Postings markiert, die bigotten und entmenschlichenden Content enthielten, der darauf ausgerichtet war, auf muslimische Menschen mittels rassistischer Karikaturen, Verschwörungen und falschen Behauptungen abzuzielen. Die Studie "Failure to Protect" hat bereits nachgewiesen, dass diese Postings mindestens 25 Mio. Mal gesehen worden waren. Ein Großteil dieses hasserfüllten Contents war leicht zu identifizieren. CCDH-Geschäftsführer Imran Ahmed nach haben sich die Plattformen trotzdem entschieden, nicht zu handeln. Instagram, TikTok und Twitter erlauben ihren Nutzern Hashtags wie "#deathtoislam", "#islamiscancer" und "#raghead". Inhalte, die über diese Hashtags verbreitet wurden, erreichten mindestens 1,3 Mio. Impressionen.

Erhebliches Fehlverhalten

Vor Kurzem haben Forscher herausgefunden, dass Instagram auf 90 Prozent der Beschwerden von Nutzern über frauenfeindlichen Missbrauch direkt über Direct Message nicht reagiert. Und 2021 hat CCDH ermittelt, dass die großen Tech-Plattformen kollektiv 84 Prozent der antisemitischen Postings ignorieren. Die großen Anbieter gelobten nach den Ereignissen in Christchurch Besserung. Entgegen diesen Beteuerungen unternahmen sie alle jedoch nichts gegen 88 von 99 Posts, die den Großen Austausch propagierten. Facebook und Instagram ignorierten 97,5 respektive 80 Prozent dieser Postings.

(Ende)
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