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pte20211103004 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Katzen-Parasit kann bei Krebs helfen

Toxoplasmose-Erreger erleichtert Behandlung "kalter" Tumore


Schockierend: Toxoplasmose-Erreger hilft bei Krebstherapie  (Foto: museumsmaus, pixabay.com)
Schockierend: Toxoplasmose-Erreger hilft bei Krebstherapie (Foto: museumsmaus, pixabay.com)

Nottingham (pte004/03.11.2021/06:05) -

Ein weltweit verbreiteter Katzen-Parasit, der auch bei Menschen gesundheitliche Probleme verursachen kann, ist womöglich der Schlüssel zu besseren Behandlung mancher Arten von Krebs. Das zeigt eine Studie der University of Nottingham https://nottingham.ac.uk . Ein veränderter Erreger kann demnach sogenannte „kalte" Tumore für eine Immuncheckpoint-Inhibitor-Therapie empfänglich machen. In Versuchen an Mäusen half das bei Melanomen sowie bei Lungen- und Kolonkarzinomen.

Tumore therapieanfällig machen

Bei manchen Arten von Krebs sprechen Mediziner von „kalten" Tumore, da diese mangels entzündlicher Vorgänge nicht vom Immunsystem angegriffen werden. Dadurch sind diese an sich nicht gut mit der modernen, sogenannten Immuncheckpoint-Inhibitor-Therapie behandelbar. Doch mithilfe des Protozoons Toxoplasma gondii lässt sich das ändern, wie die Forscher aus Nottingham an Versuchsmäusen nun nachweisen konnten.

Das Team nutzte dazu einen veränderten Stamm des Parasiten, der nicht gut wächst und bei Mäusen keine Erkrankung auslöst. Diesen injizierte es direkt Tumore. Das führte dazu, dass es in den Krebsgeschwüren doch zu entzündlichen Immunreaktionen kam. Zudem sprachen die Tumore danach klar besser auf eine Behandlung mit Immuncheckpoint-Inhibitoren an. Mausmodelle mit Melanomen, Lungen- und Kolonkarzinom lebten dadurch deutlich länger, der Krebs wuchs nicht so stark. Das Team glaubt, dass das Auswirkungen auf die Behandlung vieler Krebsarten haben könnte.

Verbreiteter Katzen-Parasit

Eigentlich ist Toxoplasma gondii ein rund um die Welt verbreitetes parasitisches Protozoon, der bei Katzen zur Infektionskrankheit Toxoplasmose führt. Er befällt aber auch diverse andere Wirbeltiere als Zwischenwirt, darunter den Menschen. Schätzungen zufolge könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung Träger sein. Zwar ist diese Zoonose normalerweise harmlos. Doch sie kann bei Schwangeren den Fötus schädigen und bei immunkompromittierten Patienten Probleme machen.

Zur Studie „Synergy between Toxoplasma gondii type I ΔGRA17 immunotherapy and PD-L1 checkpoint inhibition triggers the regression of targeted and distal tumors": https://jitc.bmj.com/content/9/11/e002970

(Ende)
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