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pte20211006016 Technologie/Digitalisierung, Auto/Verkehr

Diesel-Abgastest per App während der Fahrt

Diagnosesystem an Bord liefert Daten für kostenlose Android-Anwendung "LolaDrives" in Echtzeit


App
App "LolaDrives": Forscher schaffen Test für jedermann (Bild: uni-saarland.de)

Saarbrücken (pte016/06.10.2021/12:30) -

Fahrer von Diesel-Autos können mit Hilfe ihres Smartphones den Ausstoß ihres Fahrzeugs an Stickoxiden während der Fahrt erfassen und möglicherweise ihr Umweltgewissen beruhigen. Um das zu schaffen ist ein Gerät nötig, das das On-board-Diagnosegerät kontinuierlich auslesen kann, und eine kostenlose App namens „LolaDrives"https://www.loladrives.app/, die Sebastian Biewer, Doktorand von Holger Hermanns, Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes https://www.uni-saarland.de, und der Informatik-Student Yannik Schnitzer entwickelt haben. Es funktioniert bei den meisten Fahrzeugen, die nach 2005 gebaut worden sind.

[b]Stickoxid-Emissionen werden ermittelt[/b]

Seit September 2017 muss ein Auto den so genannten Real Driving Emissions-Test (RDE-Test) bestehen, um in der Europäischen Union zugelassen zu werden. Dabei werden die Stickoxidemissionen im Fahrbetrieb unter realistischen, alltäglichen Bedingungen gemessen. „Wir dachten uns: Dann sollte doch prinzipiell jeder selbst diesen Test durchführen können", sagte sich  Biewer. Die Emissionen werden an Hand der Daten ermittelt, die das bordeigene Diagnosesystem (OBD-On Board Diagnose) erfasst. LolaDrives verwendet „RTLola", eine Technologie zur Analyse von Echtzeitsystemen, entwickelt von Bernd Finkbeiner, Professor an der Universität des Saarlandes und am Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit https://cispa.de/de in Saarbrücken. Die App kann kostenlos etwa aus dem Google-Store heruntergeladen werden.

[b]Schritt für Schritt durch einen RDE-Test[/b]

Das OBD-System erfasst während der Fahrt die Daten abgasbeeinflussender Systeme und anderer Steuergeräte, wie den Drehzahlmesser. Der Adapter liest diese Daten aus und überträgt sie per Bluetooth ans Smartphone. Das errechnet mit Hilfe seiner App die aktuellen Emissionswerte, künftig auch die des Klimagases Kohlenstoffdioxid, wie Biewer sagt. Das Programm erlaubt es dem Nutzer, die Daten des Diagnosesystems auszulesen, oder es führt ihn Schritt für Schritt durch einen RDE-Test. Dazu müssen zahlreiche Bedingungen erfüllt sein: Die Fahrtdauer muss mindestens 90 bis120 Minuten betragen, in festgelegten Distanzen in verschiedenen Abschnitten stattfinden (Innerorts, Landstraße und Autobahn), bestimmte Geschwindigkeitsvorgaben dürfen nicht verletzt werden und auch das Beschleunigungs- und Bremsverhalten spielt eine Rolle. „Unsere App zeigt all diese Elemente in einer leicht verständlichen Nutzeroberfläche an und führt strukturiert durch die verschiedenen Stufen des Tests, indem sie genau ansagt, was wann zu tun ist. Sie teilt mit, ob der Test erfolgreich war und auch, ob der Test durch den Verstoß gegen eine der Vorgaben gescheitert ist", sagt Schnitzer.

[b]Schummelei bei Abgasen soll verhindert werden[/b]

Nutzer können ihre Fahrdaten auf freiwilliger Basis für weitere Forschungsarbeiten zur Verfügung stellen. Hermanns, Sprecher des transregionalen Sonderforschungsbereichs „Grundlagen verständlicher Softwaresysteme", in dessen Rahmen die Forschung um „LolaDrives" stattfindet, sagt dazu: „Anhand der Daten möchten wir eine Plattform aufbauen, mit der wir mehr Transparenz und Verständlichkeit in den KFZ-Bereich bringen wollen. Vergangene Skandale haben gezeigt, wozu es führt, wenn Hersteller verantwortungsloses Handeln durch Intransparenz verschleiern können. Wir wollen helfen, Softwareverhalten aufzudecken, das für den Hersteller der Software vorteilhaft, aber für den Benutzer oder die Gesellschaft unerwünscht ist."

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
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