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pte20210902001 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Antibiotika erhöhen das Darmkrebsrisiko

Mikrobiom wird laut neuer Untersuchung der Umeå University in Mitleidenschaft gezogen


Antibiotika: Einnahme nur wenn notwendig (Foto: pixabay.com, AVAKA photo)
Antibiotika: Einnahme nur wenn notwendig (Foto: pixabay.com, AVAKA photo)

Umeå (pte001/02.09.2021/06:00) -

Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antibiotika und einem erhöhten Risiko von Darmkrebs in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Umeå University https://www.umu.se/en">https://www.umu.se/en gekommen. Die Wissenschaftler werteten die Daten von 40.000 Krebserkrankungen aus. Es wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen der Antibiotika auf das Mikrobiom des Darms für das erhöhte Krebsrisiko verantwortlich sind. 

Die Forscher wiesen nach, dass Frauen und Männer, die sechs Monate lang Antibiotika einnahmen, über ein 17 Prozent höheres Risiko einer Krebserkrankung des aufsteigenden Dickdarms verfügten. Dabei handelt es sich um den ersten Teil des Darms, den Nahrung nach dem Dünndarm erreicht. Kein erhöhtes Krebsrisiko konnte beim absteigenden Dickdarm festgestellt werden. Bei Männern, die Antibiotika einnahmen, konnte kein erhöhtes Risiko von Rektumkarzinomen festgestellt werden. Frauen, die Antibiotika einnahmen, verfügten hingegen über ein etwas geringeres Auftreten von Rektumkarzinomen. 

[b]Menge ausschlaggebend[/b]

Das erhöhte Darmkrebsrisiko war bereits fünf bis zehn Jahre nach der Einnahme der Antibiotika nachweisbar. Obwohl das Ansteigen des Risikos bei jenen Patienten am größten, war die auch am meisten Antibiotika einnahmen, konnte ein geringer aber statistisch signifikanter Anstieg des Krebsrisikos bereits nach einer einzelnen Behandlung nachgewiesen werden. 

[b]Daten von 40.000 Patienten[/b]

Für die Studie wurden die Daten von 40.000 Patienten des Swedish Colorectal Cancer Registry für den Zeitraum 2010 bis 2016 ausgewertet. Sie wurden mit einer entsprechenden Kontrollgruppe von 200.000 nicht an Krebs erkrankten Schwedinnen und Schweden verglichen. Die Informationen zu der Einnahme von Antibiotika stammten aus Swedish Prescribed Drug Register für den Zeitraum 2005 bis 2016. Um zu verstehen, wie Antibiotika das Krebsrisiko erhöhen, untersuchten die Forscher auch ein Bakterizid, das zur Behandlung von Harnwegsinfektionen eingesetzt wird und das Mikrobiom nicht beeinflusst. Es gab bei den Patienten, denen dieses Medikament verabreicht wurde, keine Unterschiede bei der Häufigkeit von Darmkrebs. Damit liegt nahe, dass die Auswirkungen der Antibiotika auf das Mikrobiom das Krebsrisiko erhöhen.

[b]Kein Grund zur Panik[/b]

Für die Studie wurden zwar nur oral verabreichte Antibiotika berücksichtigt. Es sei, so die Forscher jedoch denkbar, dass auch intravenöse Antibiotika sich auf das Mikrobiom des Darms auswirken könnten. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Sophia Harlid gebe es jedoch keinen Grund zur Besorgnis, nur weil man Antibiotika eingekommen hat. Der Anstieg es Risikos sei jedoch nur moderat und die Auswirkungen auf das absolute Risiko einer Person nur gering. Die Forschungsergebnisse wurden in „JNCI Journal of the National Cancer Institute" veröffentlicht. 

(Ende)
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