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pte20210506022 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Sport unterstützt Kognition bei Frühchen

Training motorischer Fertigkeiten hilft Kindern, die vor der 37. Schwangerschaftswoche kamen


Frühchen: Training motorischer Fertigkeiten hilfreich (Foto: pixabay.com, SeppH)
Frühchen: Training motorischer Fertigkeiten hilfreich (Foto: pixabay.com, SeppH)

Basel (pte022/06.05.2021/11:30) - Regelmäßiger Sport und damit insbesondere das Training der motorischen Fertigkeiten, hilft frühgeborenen Kindern auch im späteren Alter noch. Das ist vor allem für Frühchen relevant, die bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden. Denn sie zeigen selbst beim Übergang zum Teenageralter gegenüber jenen Kindern, die vor der 37. Schwangerschaftswoche kamen, noch Unterschiede. Zu dem Schluss kommen Forscher der Universität Basel http://unibas.ch und des Universitären Kinderspitals beider Basel http://ukbb.ch .

Impulskontrolle untersucht

Laut der in "Developmental Cognitive Neuroscience" veröffentlichten Studie weisen sehr Frühgeborene im Vergleich zu termingeborenen Kindern eine schwächere Impulskontrolle auf. Dies kann beispielsweise zu Nachteilen in der schulischen Leistung führen und hängt mit Verhaltensauffälligkeiten sowie mit einer größeren Anfälligkeit für Suchterkrankungen zusammen, sagen die Wissenschaftler. Dabei ließen sich diese Unterschiede in der Impulskontrolle vollständig über die motorische Geschicklichkeit der Kinder erklären.

"Frühgeborene Kinder, die sehr gut entwickelte motorische Fertigkeiten hatten, standen den termingeborenen Kindern in Sachen Impulskontrolle praktisch in nichts nach", so Forscher Sebastian Ludyga. Er und seine Kollegen haben eine Gruppe von 54 sehr Frühgeborener im Alter von neun bis 13 Jahren mit einer Kontrollgruppe gleichaltriger termingeborener Kinder verglichen. Die Kinder machten einen "Go/NoGo"-Impulskontrolle-Test. Dabei müssen sie auf ein Signal hin schnellstmöglich einen Knopf drücken, dürfen bei einem anderen Signal den Knopf jedoch nicht betätigen - müssen also den Bewegungsimpuls unterdrücken.

Hirnaktivität per EEG gemessen

Dabei haben die Forscher bestimmte Parameter der Hirnaktivität der Kinder mithilfe eines EEGs beobachtet, um festzustellen, wie sie den Reiz verarbeiten. Der Vergleich zwischen den beiden Gruppen hat im Durchschnitt gezeigt, dass frühgeborene Kinder durch veränderte Aufmerksamkeitsprozesse den Bewegungsimpuls schwerer unterdrücken können. In weiteren Tests wurde die Grob- und Feinmotorik sowie die Geschicklichkeit mit einem Ball untersucht.

Hier zeigte sich bei den Frühgeborenen: je größer die Defizite bei den motorischen Fertigkeiten, desto größer auch die Einschränkungen bei der Impulskontrolle. "Wir schließen aus diesen Ergebnissen, dass ein gezieltes Training der motorischen Geschicklichkeit auch die kognitiven Einschränkungen reduzieren könnte", unterstreicht Ludyga abschließend. Dies wollen die Schweizer Sportwissenschaftler nun in einer Folgestudie überprüfen.

(Ende)
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