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pte20210223040 Forschung/Entwicklung, Umwelt/Energie

Schleimpilz hat Gedächtnis ohne Gehirn

Einzeller ohne zentrales Nervensystem trifft dank System aus Röhren kluge Entscheidungen


Schleimpilz: Röhrensystem schafft Gedächtnis (Foto: Nico Schramma, ds.mpg.de)
Schleimpilz: Röhrensystem schafft Gedächtnis (Foto: Nico Schramma, ds.mpg.de)

München (pte040/23.02.2021/13:55) - Der Schleimpilz Physarum polycephalum speichert und nutzt Erinnerungen, obwohl er kein zentrales Nervensystem hat. Der Organismus ist eine riesige Einzelzelle, die aus miteinander verbundenen Röhren besteht und ein Netzwerk etabliert, das mehrere Zentimeter oder sogar Meter groß werden kann. Laut Forschern des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation http://ds.mpg.de sowie der Technischen Universität München http://tum.de nutzt der Pilz dieses Netzwerk als Gedächtnis.

Erinnerung an Speiseplan

Den Experten nach webt der Organismus Erinnerungen an Nahrungsorte direkt in die Architektur des netzwerkartigen Körpers ein und nutzt die damit gespeicherten Informationen bei zukünftigen Entscheidungen. Als die Forscher die Fortbewegung und die Nahrungsaufnahme des Pilzes verfolgten, fanden sie einen deutlichen Abdruck der Nahrungsquellen im Muster der dickeren und dünneren Röhren des Netzwerks, der auch lange nach der Nahrungsaufnahme noch zu beobachten war.

"Dort wo die Röhren allmählich weicher werden, kommen auch die noch vorhandenen Abdrücke früherer Nahrungsquellen ins Spiel. Dort wird die gespeicherte Information abgerufen. Vergangene Nahrungsaufnahmen sind in die Hierarchie der Röhrendurchmesser eingebettet, konkret in der Anordnung von dicken und dünnen Röhren im Netzwerk", so Mirna Kramar, Erstautorin der Studie, die in den "Proceedings of the National Academy of Science" veröffentlicht wurde. Für die transportierte Weichmacher-Chemikalie wirken die dicken Röhren im Netzwerk wie Autobahnen im Verkehrsnetz und ermöglichen einen schnellen Transport.

(Ende)
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