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pte20210219013 Unternehmen/Wirtschaft, Auto/Verkehr

Renault mit Rekordverlust von acht Mrd. Euro

Autobauer und Partner Nissan von Corona schwer betroffen - Kosteneinsparung vorgesehen


Renault: Konzern mit Rekordverlust im vergangenen Jahr (Foto: renault.com)
Renault: Konzern mit Rekordverlust im vergangenen Jahr (Foto: renault.com)

Boulogne-Billancourt/Frankfurt am Main (pte013/19.02.2021/10:30) -

Der französische Autobauer Renault http://renault.de hat im Jahr 2020 einen Rekordverlust von acht Mrd. Euro erlitten. Der Umsatz ist um 22 Prozent auf 43,5 Mrd. Euro gesunken. Sowohl Renault als auch sein japanischer Partner Nissan sind schwer von der Corona-Pandemie betroffen. 

[b]"Mangel an Kosteneffizienz"[/b]

"Renault ist unter den großen europäischen Autoherstellern zur Zeit am schlechtesten aufgestellt. Schon vor Corona war die Modellpalette bis auf einige Ausnahmen wenig attraktiv. Außerdem mangelt es dem Unternehmen an Kosteneffizienz. Auch die Partnerschaft mit Nissan hat lange nicht gut funktioniert. Renault wird sich wie alle anderen Autobauer nach der Pandemie erholen, aber vorerst muss der Konzern mehr Kosten einsparen", lautet die Einschätzung von Automobilanalyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler http://metzler.com gegenüber pressetext.

Die höchsten Verluste verortet Renault im ersten Halbjahr. In der zweiten Jahreshälfte lag die operative Marge dagegen bei 3,5 Prozent und der Cashflow war positiv. Dennoch sind die Aussichten für das Jahr 2021 düster. Neben der andauernden Corona-Krise wird auch ein Versorgungsengpass bei Mikrochips zum Problem. Dadurch könnte sich die Produktion um 100.000 Fahrzeuge reduzieren.

[b]Einsparungen erhöhen[/b]

Bis zum Jahr 2025 will Renault die Kapazität an seinen Standorten um ein Viertel reduzieren. Dadurch sollen sich die schon vor der Pandemie geplanten Einsparungen von zwei Mrd. Euro auf drei Mrd. Euro erhöhen. Insgesamt 15.000 Jobs will der französische Autokonzern streichen. Der Fokus von Renault liegt in Zukunft nicht mehr auf dem Umsatz oder dem Marktanteil, sondern speziell auf der operativen Marge.

(Ende)
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