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pte20201124001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Alkohol: Sterberisiko steigt mit Notaufnahme

Laut neuer Analyse von ICES in Kanada sind zwei Drittel der betroffenen Personen Männer


Notaufnahme: Alkohol erhöht Sterblichkeit stark (Foto: pixabay.com/Paul Brennan)
Notaufnahme: Alkohol erhöht Sterblichkeit stark (Foto: pixabay.com/Paul Brennan)

Toronto (pte001/24.11.2020/06:00) - Das Sterberisiko ist bei Personen höher, die aufgrund von Alkoholkonsum in die Notaufnahme kommen. Eine Studie von ICES http://www.ices.on.ca kommt auch zu dem Ergebnis, dass das Risiko mit der Häufigkeit der Aufenthalte dort ansteigt. Alkohol ist weltweit eine Hauptursache für Krankheiten und Todesfälle.

Immense Gesundheitskosten

Allein in Kanada übersteigen die Krankenhauseinweisungen aufgrund von mit Alkohol in Verbindung stehenden Erkrankungen jene für Herzinfarkte. Alkoholbedingte Schäden verursachen jedes Jahr Kosten in der Höhe von rund 14,6 Mrd. Dollar, das entspricht rund 12,3 Mrd. Euro. Auf die Gesundheitsversorgung entfallen dabei 3,3 Mrd. Dollar, also rund 2,9 Mrd. Euro.

Die Studie umfasst Personen über 16 Jahren, die zwischen Januar 2010 und Dezember 2016 innerhalb von zwölf Monaten zumindest zwei Mal aufgrund von psychischen oder verhaltensbedingten Problemen in Zusammenhang mit Alkohol in der Notaufnahme waren. Von den 25.813 Personen hatten 17.020 jeweils zwei Aufenthalte in der Notaufnahme binnen eines Jahres. Mit 5.704 hatten 22 Prozent der Studienteilnehmer drei oder vier Aufenthalte in der Notaufnahme. Mit 3.089 Personen hatten zwölf Prozent fünf oder mehr Besuche in der Notaufnahme.

Jüngere Städter mit wenig Geld

Bei Personen mit zwei oder mehr alkoholbedingten Besuchen in der Notaufnahme innerhalb von zwölf Monaten würde einer von 20 innerhalb eines Jahres nach dem letzten Aufenthalt sterben, so die Berechnungen. Bei Personen mit fünf oder mehr Aufenthalten verdoppeltes sich das Sterberisiko. Mit 71,5 Prozent waren mehr als zwei Drittel der Patienten mit fünf oder mehr alkoholbedingten Aufenthalten Männer. Mit 46,5 Prozent war fast die Hälfte zwischen 45 und 64 Jahre alt. Mit 89,6 Prozent lebte der Großteil in urbanen Zentren. 40 Prozent dieser Gruppe stammte aus Stadtvierteln mit den geringsten Einkommen.

Laut Seniorautor Paul Kurdyak gibt es eine hohe Sterblichkeit bei relativ jungen, überwiegend städtischen Personen mit geringerem Einkommen, die öfter wegen ihres Alkoholkonsums in die Notaufnahme kommen. "Diese Aufenthalte sollten als entscheidende Chancen für Interventionen bei einer Bevölkerungsgruppe mit hohem Risiko angesehen werden", erklärt Kurdyak. Das Gros der Todesfälle war auf versehentliche Vergiftung, Suizid und Trauma sowie Erkrankungen des Verdauungstrakts zurückzuführen. Details wurden in "CMAJ" veröffentlicht.

(Ende)
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