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pte20200928001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Y-Chromosom: Männer sterben eher an COVID-19

Bisher kaum untersuchte genetische Spezifikationen erklären Unterschiede bei Geschlechtern


Chromosome: Y zu wenig erforscht (Foto: unsplash.com, National Cancer Institute)
Chromosome: Y zu wenig erforscht (Foto: unsplash.com, National Cancer Institute)

Montreal (pte001/28.09.2020/06:00) - Neues Licht auf eine wenig bekannte Rolle der Gene des Y-Chromosoms könnte eine Studie der Universität Montreal http://umontreal.ca werfen. Sie könnte erklären, warum Männer anders als Frauen unter verschiedenen Krankheiten wie auch COVID-19 leiden. Laut Forschungsleiter Christian Deschepper ermöglicht diese Entdeckung ein besseres Verständnis, wie männliche Gene auf dem Y-Chromosom es männlichen Zellen erlauben, anders als weibliche Zellen zu funktionieren.

Manipulationen für Studie

Der Mensch verfügt über 23 Chromosomenpaare. Dazu gehört auch ein Paar Geschlechtschromosome. Frauen verfügen über zwei X-Geschlechtschromosome. Männer haben ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom. Dieses männliche Chromosom trägt Gene, die Frauen fehlen. Obwohl diese männlichen Gene in allen Zellen des Körpers exprimiert werden, ist ihre einzige bis jetzt bestätigte Rolle im Wesentlichen auf die Geschlechtsorgane beschränkt.

Deschepper hat für die Studie eine genetische Manipulation durchgeführt, die zwei männliche Gene auf dem Y-Chromosom inaktivierte und damit mehrere Signalwege veränderte, die wichtige Rollen bei bestimmten Funktionen von Zellen spielen, die nichts mit den Geschlechtsorganen zu tun haben. Zum Beispiel könnten unter Stress die betroffenen Mechanismen die Art und Weise beeinflussen, wie Zellen im Herzen sich gegen Angriffe, wie bei einer Ischämie oder einer mechanischen Beanspruchung, verteidigen.

Proteinproduktion beeinflusst

Zusätzlich hat die Analyse gezeigt, dass diese männlichen Gene ihre Regulationsfunktion auf eine Art ausübten, die im Vergleich mit den Mechanismen, die allgemein von den meisten anderen Gene auf den Nicht-Geschlechtschromosomen eingesetzt werden, ungewöhnlich war. Somit scheint das Y-Chromosom die zellulären Funktionen durch ein Agieren bei der Proteinproduktion zu beeinflussen und nicht durch das gezielte Aktivieren bestimmter Gene direkt auf der Genomebene.

Die Entdeckung dieser Unterschiede in der Funktion könnte laut Deschepper zum Teil erklären, warum die Funktionen der männlichen Gene des Y-Chromosoms bisher kaum verstanden wurden. Männer unterscheiden sich in Ausprägung, Schwere und Folgen bei den meisten Krankheiten von Frauen. Ein Beispiel ist COVID-19. Hier ist die Mortalität bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen. Details wurden in "Scientific Reports" veröffentlicht.

(Ende)
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