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27.10.2020 - 10:30 | pressetext.redaktion
27.10.2020 - 06:05 | pressetext.redaktion
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pte20200806026 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Natur: Beziehung von Kindern großteils positiv

Klimawandel kann laut aktueller wissenschaftlicher Erhebung aber auch zu Ängsten führen


Mädchen: Natur macht viele Kinder glücklich (Foto: pixabay.com, Jill Wellington)
Mädchen: Natur macht viele Kinder glücklich (Foto: pixabay.com, Jill Wellington)

Boulder (pte026/06.08.2020/13:30) - Eine Verbindung zur Natur in der Kindheit hat laut einer Studie unter Leitung der University of Colorado http://colorado.edu viele Vorteile. Diese Verbindung ist jedoch komplex, neben positiven Gefühlen können auch negative Themen wie der Klimawandel eine Rolle spielen. Die Analyse ist die erste, die sich auf die Verbindung zur Natur bei Kindern und Heranwachsenden konzentriert, so Forschungsleiterin Louise Chawla. Details sind in "People and Nature" nachzulesen.

Biosphäre im Umbruch

"Es gibt überzeugende Belege dafür, dass Kinder, wenn sie Zeit in der Natur verbringen, glücklicher und gesünder sind, besser funktionieren, mehr über die Umwelt wissen und eher aktiv werden, um die Natur zu schützen", sagt Chawla. Mehrere Studien haben ergeben, dass die Naturverbundenheit mit der in einer natürlichen Umgebung verbrachten Zeit zunahm. Die auf diese Art und Weise verbrachte Zeit erwies sich auch als Prädiktor für einen aktiven Naturschutz im Erwachsenenalter.

Die aktuellen Ergebnisse stützen Strategien und Richtlinien, die sicherstellen sollen, dass junge Menschen Zugang zu naturbelassenen Flächen, Parks, Gärten, einer grünen Nachbarschaft und begrünten Flächen in der Schule haben. Die Verbindung zur Natur ist jedoch nicht generell positiv. Laut Chawla ist das eine komplexe Erfahrung, die sowohl beunruhigende Gefühle als auch Glück mit sich bringen kann.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass Kinder eine sich im Umbruch befindliche Biosphäre erben und dass das viele von ihnen auch wissen. Die Forschung zeigt, dass wenn Heranwachsende mit Verzweiflung darauf reagieren, es unwahrscheinlich ist, dass sie aktiv werden, um diesen Herausforderungen zu begegnen", unterstreicht Chawla.

Bessere Welt ist möglich

Die Studie hat auch eine Überschneidung bei den Strategien nachgewiesen, die eingesetzt werden, um die Verbindung zur Natur zu verbessern und die Kinder in schwierigen Bereichen zu unterstützen. Zu diesen Strategien gehört, junge Menschen dabei zu unterstützen zu lernen, was sie zum Schutz der Natur tun können - und zwar als Einzelpersonen oder gemeinsam mit anderen. Dazu gehören auch Beispiele von Personen, die die Natur schützen.

Die analysierten Quellen haben ergeben, dass junge Menschen eher daran glauben, dass eine bessere Welt möglich ist, wenn Freunde, Familie und Lehrer verständnisvoll auf ihre Ängste reagieren und ihnen einen sicheren Ort bieten, an dem sie über ihre Gefühle reden können. Eine der erstaunlichsten Erkenntnisse der Studie war, dass es keine Verbindung zwischen den Forschern gibt, die die Vorteile der Natur für Kinder untersuchen und jenen, die ihre Reaktion auf Bedrohungen der Umwelt erforschen. Laut Chawla sollten die Forscher beider Bereiche sich mit der Arbeit der anderen beschäftigen und voneinander lernen.

(Ende)
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