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pte20200709020 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Corona: Schwarze in USA deutlich öfter betroffen

Bestehende soziale Ungleichheiten spiegeln sich in Infektionszahlen - Alter ist starker Faktor


Schwarzer Patient: COVID-19 häufiger (Foto: American Thoracic Society)
Schwarzer Patient: COVID-19 häufiger (Foto: American Thoracic Society)

Chicago (pte020/09.07.2020/12:30) - Schwarze Menschen werden laut einer Studie der University of Chicago http://uchicago.edu doppelt so wahrscheinlich positiv auf COVID-19 getestet als Weiße. Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer lag bei 46 Jahren. Die Infizierten waren durchschnittlich 52 Jahre alt. Bei den negativ Getesteten betrug das Durchschnittsalter 45 Jahre. Diese Studie ist nicht die erste, die das Thema ethnische Zugehörigkeit untersucht. Sie liefert jedoch weitere Belege dafür, dass diese tatsächlich ein Faktor ist, wenn es um das Ausmaß geht, in dem manche Bevölkerungsgruppen betroffen sind.

Auch Begleiterkrankungen häufig

Von den 4.413 getesteten Personen waren 17,8 Prozent Corona-positiv. Von dieser Personengruppe waren 78,9 Prozent schwarz und nur 9,6 Prozent weiß. Studienautor Ayodeji Adegunsoye sieht eine Logik in den Ergebnissen dieser Analyse, da sie den Infektionszahlen entsprechen. Bestehende Ungleichheiten im sozioökonomischen Bereich und in der Gesundheitsversorgung beeinflussten die Ergebnisse.

Es sei bereits bekannt, dass die schwarze Community von mit dem Virus verbundenen Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes überdurchschnittlich betroffen sei. "Es war daher keine Überraschung, dass schwarze Menschen von COVID-19 stärker betroffen sind", so der Forscher.

Hinzu komme noch, dass schwarze Menschen in der US-Dienstleistungsbranche überrepräsentiert sind, daher wahrscheinlicher unverzichtbare Arbeit leisten und das Risiko einer Infektion größer ist. Auch während der vorbeugenden Lockdowns wurden diese Jobs häufig als notwendig angesehen. Dazu gehörten Busfahrer, Hausmeister, Mitarbeiter der Stadtreinigung oder der Krankenhausküchen.

Alter als Teufelskreis

In der Studie waren positiv getestete Personen häufig älter. Auch das entspricht den Infektionszahlen in den USA und anderen Ländern. Laut Adegunsoye leiden ältere Menschen aus verschiedenen Gründen an schwereren Symptomen und werden daher auch wahrscheinlicher getestet. Dabei handle es sich um einen Teufelskreis. Ältere Menschen leiden wahrscheinlicher an Bluthochdruck und anderen Begleiterkrankungen.

Dadurch erhöht sich das Risiko eines Krankenaufenthalts aufgrund von COVID-19. Auch als das höhere Alter berücksichtigt wurde, verfügten schwarze Patienten über ein deutlich höheres Risiko einer Infektion und eines Krankenhausaufenthalts. Adegunsoye schlägt daher vor, dass COVID-19-Tests gratis und allgemein zugänglich sein sollten. Die Forschungsergebnisse wurden in "Annals of the American Thoracic Society" veröffentlicht.

(Ende)
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