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pte20200622003 Unternehmen/Wirtschaft, Politik/Recht

Arbeitssicherheit: Verstöße publik machen hilft

Andere Unternehmen reagieren als Konsequenz mit besserer Einhaltung der Vorschriften


Mäßig sicher: Aufzeigen motiviert Mitbewerb (Foto: igorovsyannykov, pixabay.com)
Mäßig sicher: Aufzeigen motiviert Mitbewerb (Foto: igorovsyannykov, pixabay.com)

Durham (pte003/22.06.2020/06:10) - Das namentliche Nennen von Unternehmen, die gegen Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz verstoßen haben, wirkt offenbar Wunder, um deren Einhaltung zu verbessern. In den USA kann eine einzige Pressemitteilung, die ein Unternehmen nach einem Verstoß beim Namen nennt, die Compliance bei anderen Anlagen um 73 Prozent steigern, so eine Studie der Duke University http://duke.edu . Das Anprangern von Sündern ist demnach sogar effektiver als das Prüfen von Betrieben.

Anprangern hat Folgen

Die dem US-Arbeitsministerium unterstehende Occupational Health and Safety Administration (OHSA) http://osha.gov verschickt seit 2009 Pressemitteilungen an Lokalzeitungen der Umgebung, wenn ein Betrieb aufgrund schwerer Mängel bei Gesundheits- und Sicherheitsstandards eine Strafe von über 40.000 Dollar ausgefasst hat. Das soll den Druck auf die namentlich genannte Sünder erhöhen, sich zu bessern. Doch schlägt das Anprangern quasi Wellen und motiviert auch andere Unternehmen in der Gegend zur besserer Einhaltung der OHSA-Vorschriften, so der Duke-Wirtschaftsprofessor Matthew S. Johnson.

Der Studie zufolge steigt die Compliance bei anderen Anlagen in der näheren Umgebung durch eine solche Pressemitteilung sogar mehr, als wenn die OHSA sie alle unter die Lupe genommen hätte. "Die OHSA müsste 210 zusätzliche Inspektionen vornehmen, um die gleichen Verbesserungen in Sachen Compliance zu erzielen, wie sie eine einzige Pressemitteilung über schwere Verstöße auslöst", sagt Johnson. Denn in einem Umkreis von fünf Kilometern um das angeprangerte Unternehmen gibt es danach laut der Studie 73 Prozent weniger OHSA-Verstöße in ähnlichen Betrieben, geringere Effekte sind in einem Umkreis bis zu 50 Kilometern zu beobachten.

Günstige Kostenfrage

Traditionell setzt die OHSA wie andere Behörden auf Betriebsprüfungen. Diese helfen zwar, die Einhaltung von Vorschriften und die Arbeitssicherheit zu verbessern, sind aber zeit- und kostenaufwendig. Seit 2009 setzt die Behörde nun eben auf Pressemitteilungen, um günstig zusätzlichen Druck aufzubauen. Dass dies auch Drittbetriebe zu besserer Compliance motiviert, dürfte laut Johnson wohl ebenfalls eine Kostenfrage sein. Für diese Unternehmen ist es womöglich günstiger nachzubessern, als aufgrund ähnlicher Mängel wie ein Mitbewerber ebenfalls den Imageschaden einer OHSA-Pressemittelung zu riskieren - denn der kann letztlich Kunden kosten.

(Ende)
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