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pte20200518001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Alzheimer: Netzhautstruktur als neuer Biomarker

Dicke gibt viele Informationen preis - Wissenschaftler arbeiten bereits an Frühwarnsystem


Netzhaut: Unterschiede bei Mäusen nachgewiesen (Foto: Ge Song, duke.edu)
Netzhaut: Unterschiede bei Mäusen nachgewiesen (Foto: Ge Song, duke.edu)

Durham (pte001/18.05.2020/06:00) - Forscher der Duke University http://duke.edu haben ein neues Bildgebungsgerät entwickelt, das die Dicke und die Textur verschiedener Schichten der Netzhaut misst. Damit könnten Biomarker für Alzheimer gefunden werden. Denkbar wäre auch ein verbreitetes Frühwarnsystem für diese Krankheit. Die Forschungsergebnisse wurden in "Scientific Reports" veröffentlicht.

Laut Forschungsleiter Adam Wax haben frühere Studien bei Alzheimer-Patienten eine Verdünnung der Netzhaut ergeben. Durch das Hinzufügen eines Verfahrens mit Streulicht konnten die Forscher auch nachweisen, dass die Nervenfaserschicht auch rauher und weniger geordnet ist. "Wir hoffen, dass wir diese Erkenntnisse nutzen können, um ein einfaches und kostengünstiges Gerät für das Screening zu entwickeln." Dieses Gerät sollte, so der Forscher, nicht nur beim Arzt, sondern auch an Orten wie der Apotheke zur Verfügung stehen.

Suche nach Biomarkern

Die Diagnose Alzheimer wird gestellt, nachdem eine Person Anzeichen eines geistigen Verfalls zeigt. Auch dann sind teure Untersuchungen wie MRT und Positronemissionstomografie oder eine Autopsie für eine definitive Diagnose erforderlich. Das Fortschreiten der Krankheit kann jedoch durch frühe Maßnahmen wie Medikamente oder geistiges Training verlangsamt werden. Daher suchen Forscher nach Biomarkern, die als frühe Warnzeichen der Krankheit eingesetzt werden können. Ein derartiger Biomarker kommt von der Netzhaut, die eine Verlängerung des Gehirns und ein Teil des zentralen Nervensystems ist.

In der aktuellen Studie haben Wax und sein Kollege Ge Song nachgewiesen, dass die oberste Neuronenschicht in der Netzhaut bei einem Mausmodell von Alzheimer eine Veränderung in der strukturellen Textur aufweist. Kombiniert mit den Daten von Veränderungen in der Dicke dieser Schicht, könnte die neue Messung ein leichter zugänglicher Biomarker von Alzheimer sein.

Verfahren nutzt Hightech

Bei der Optischen Kohärenz-Tomografie handelt es sich um das optische Analogon zu Ultraschall. Lichtwellen werden in Gewebe geschickt und gemessen, wie lange es braucht, bis sie wieder zurückkommen. Dabei handelt es sich laut den Forschern bei einer Vielzahl von Diagnosen um ein extrem nützliches Verfahren, das jedoch Einschränkungen hat. Um mehr Daten zu sammeln, fügten die Forscher die "angle-resolved low-coherence interferometry" hinzu, die die Winkel des gestreuten Lichts nutzt, um mehr Informationen über die Struktur des Gewebes zu sammeln. Durch die Kombination beider Messungen können die Forscher genau die Dicke und strukturelle Infos über jede Schicht der Netzhaut sammeln.

Die Forscher arbeiten daran, diese zusätzliche Fähigkeit in ein kostengünstiges optisches Kohärenz-Tomografie-Gerät zu integrieren. Wax arbeitet daran mit dem Spin-off Lumedica. Herkömmliche Geräte wiegen derzeit mehr als 30 Kilogramm und kosten zwischen 50.000 und 120.000 Dollar. Wax' Entwicklung wiegt nur zwei Kilogramm und ist ungefähr so groß wie eine Lunchbox. Wax geht davon aus, dass der Preis des Geräts unter 15.000 Dollar, also rund 14.000 Euro, liegen wird.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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