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pte20200121019 Unternehmen/Wirtschaft, Tourismus/Reisen

Teuer statt billig: Trivago bricht Versprechen

Metasuche zeigt günstigste Angebote nicht zuerst - Australische Verbraucherschutzbehörde klagt


Hotelzimmer: Trivago verbirgt billige Angebote (Foto: pixabay.com, bottlein)
Hotelzimmer: Trivago verbirgt billige Angebote (Foto: pixabay.com, bottlein)

Düsseldorf/Berlin (pte019/21.01.2020/13:30) - Dem deutschen Hotel-Suchmaschinenbetreiber Trivago http://trivago.de droht in Australien eine Strafe wegen unlauteren Wettbewerbs. Das Unternehmen, das damit wirbt, die günstigsten Hotelzimmer zu finden, zeigt laut der Verbraucherschutzbehörde Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) Kunden zuerst die Betriebe, die am meisten Geld als Provision zahlen.

"Mangel an Transparenz"

"Entscheidend bei Vergleichsplattformen wie Trivago ist die Transparenz. Hier besteht oftmals ein gewisser Mangel. Wenn tatsächlich die Provision einen Einfluss auf die Reihenfolge der dargestellten Angebote hat, würde das den Sinn und Zweck einer solchen Plattform konterkarieren", sagt Sven Scharioth, Teamleiter Marktbeobachtung Digitales beim Verbraucherzentrale Bundesverband http://vzbv.de , im Gespräch mit pressetext.

Die ACCC hat Trivago bereits im August 2019 wegen des Vorwurfes verklagt. Nun hat das australische Bundesgericht der Behörde Recht gegeben. Demnach habe Trivago mindestens seit Dezember 2016 die Nutzer seiner Suchmaschine in die Irre geführt. "Indem Trivago Hotels in einer prominenten Top-Position auf seiner Website zeigt, wird Kunden vermittelt, es würde sich um das billigste Angebot handeln, was oft nicht der Fall ist", meint Rod Sims, Leiter der ACCC.

"Neue Leitlinien" für Vergleichswebseiten

Das Bundesgericht stellte auch fest, dass Trivago auch bei Preisvergleichen Kunden verwirrt hat. So hätte die Suchmaschine gewöhnliche Hotelzimmer mit denen von Luxushotels verglichen. Sims zufolge habe Trivago hier "nicht Äpfel mit Äpfeln verglichen". Außerdem habe das Unternehmen laut dem Bundesgericht Angebote ausgeblendet, die eine bestimmte Umsatzschwelle nicht erreichten.

"Das Gerichtsurteil enthält neue Leitlinien für die Darstellung der Ergebnisse von Vergleichswebsites wie Trivago in Australien. Wir werden die Entscheidung genau prüfen und arbeiten daran, die Auswirkungen dieser Entscheidung auf das Design unserer Website und auf die australische Reisebranche schnell zu verstehen", erläutert eine Trivago-Sprecherin auf Nachfrage von pressetext.

(Ende)
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